Zentrum für Information, Bildung und Beratung schafft im ersten Jahr vor allem viele Kontakte, kurze Wege und Synergieeffekte ZIBB hat in Tenever Wurzeln geschlagen

Tenever. Das Zentrum für Information, Bildung und Beratung, kurz ZIBB genannt, besteht seit einem Jahr in direkter Nähe zum Züricher Platz in der St.-Gotthard-Straße.
22.05.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Edwin Platt

Das Zentrum für Information, Bildung und Beratung, kurz ZIBB genannt, besteht seit einem Jahr in direkter Nähe zum Züricher Platz in der St.-Gotthard-Straße. Was sich in der „Bürogemeinschaft“ etabliert hat, kann sich sehen lassen und wirkt in den Stadtteil hinein.

Mit viel Vorbereitung war es gelungen, verschiedene soziale Träger für das Quartier Schweizer Viertel unter ein Dach, das ZIBB, zu bekommen und die Mieten, dank der Gewoba, klein zu halten. Das Amt für Soziale Dienste, mit seinem Hauptsitz in der Pfalzburger Straße, und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wirken als Träger für die Gemeinschaft und freuen sich über eine positive Jahresbilanz.

Antje Prager vom DRK-Familienhilfeteam schätzt besonders die hinzugewonnene Bürgernähe im Stadtteil, die gewachsene enge Zusammenarbeit mit Bewohnern und die gute Sichtbarkeit ihrer Angebote.

Vom Amt für Soziale Dienste sind Elke Jungbluth und Susanne Stürenburg insbesondere für Initiativberatung, junge Menschen, Elternberatung und öffentliche Spielplätze Ansprechpartner. „Bei Hilfeplangesprächen mit Familien sehen die Träger hier gut, welche Kontakte noch zielführend sein können“, lobt Elke Jungbluth den Zusammenschluss unter einem Dach.

Im ZIBB begegnen sich Beschäftigte verschiedener sozialer Träger und Projekte immer wieder persönlich und direkt auf dem Flur, was dazu geführt hat, dass „die Linke weiß, was die Rechte tut“.

Wussten früher zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK oder vom Amt für Soziale Dienste, dass es eine Täter-Opfer-Ausgleich Initiative in Osterholz gibt, treffen sie heute Suzan Eskandari auf dem Flur oder zur Pause, die ihrerseits besonders die Niederschwelligkeit des ZIBB lobt. „Unsere Termine werden gut und dankbar angenommen, und auch ohne Termin werden wir oft aufgesucht. Den anderen da abholen, wo er steht, funktioniert jetzt im wahrsten Sinne des Wortes“, bemerkt Elke Jungbluth.

Jungbluth, für die Spielförderung zuständig, blickt wie andere auf ein ereignisreiches Jahr im ZIBB zurück, denn es bewegt sich viel. Die Spielleitplanung, in der Spielplätze, Wege, Möglichkeiten und Bedarf als Gesamtkonzept ermittelt werden,geht nun zur Beratung an den Beirat. Die Spielplätze St.-Gotthard-Straße und Davoser Straße werden bereits umgestaltet. Der Abriss und Neubau des Spiel- und Jugendtreffs am Hahnenkamp startet, und der Mehrgenerationenplatz am Klinikum-Ost ist in Entwicklung, Überarbeitung und Gestaltungsphase und wird in das Bürgerbeteiligungsverfahren gehen. Für die 4000-Quadratmeter-Fläche sind Gelder zur Entwicklung reserviert.

Neben größeren Zielen, ist das ZIBB mit vielerlei Kleinerem belegt. Nähkurse, VHS-Deutschunterricht, Männerfrühstücke, das Forum ältere Menschen, der Spieletreff, der Täter-Opfer-Ausgleich, eine Entspannungsgruppe für Frauen, die Migrationsberatung, die Familienhilfe und ein Büro des Quartiersmanagements sind einige derer, die im ZIBB ihre Adresse gefunden haben und die noch vor einem Jahr weniger voneinander wussten.

Quartiersmanager Aykut Tasan sagt: „Wir haben hier kurze Wege für Informationen und leichte Ansprache, der Austausch funktioniert auch über Aushänge und Plakate. Wir haben jetzt Synergieeffekte“. Über ihre Rechtsberatung zum Beispiel bei Mietproblemen und die Hausaufgabenbetreuung durch St. Petri im ZIBB sagen die Zuständigen stolz: „Wir sind Teil vom Quartier“.

Nächster kleiner Höhepunkt mit Wurzeln im ZIBB ist eine Spielplatzeinweihung heute, 22. Mai, auf dem Umgebungsgelände der Mietsgebäude der Bremischen BBG. Eine Bewohnerin hatte im ZIBB nachgefragt und wurde unterstützt. Die Bremische beteiligte sich mit 5000 Euro an der Neugestaltung.

Im ZIBB in der St.-Gotthard-Straße 33, Telefon 69 69 78 14, befinden sich unter anderen: Familienhilfe, DRK, Telefon 69 69 78 18/19, bras Netzwerk Tenever, Telefon 69 64 87 55, Quartiersmanagement, Telefon 69 69 78 02, Amt für Soziale Dienste, Sprechstunden Donnerstag und Freitag Vormittag nach Vereinbarung, Telefon 69 69 75 81, Bremer Volkshochschule, Telefon 361-35 66 (Geschäftsstelle Neue Vahr), Täter-Opfer-Ausgleich Bremen, Telefon 79 28 28 93.

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