Bremer Beiträge zur Aktionswoche − Betroffene wünschen sich Fortführung des Familienzirkus im kleineren Rahmen

Zu wenig Angebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien

Huckelriede. An der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien hat sich auch Bremen beteiligt und unter anderem einen Familienzirkus in Huckelriede organisiert. Insgesamt haben zehn Familien unter Regie der Circusschule Jokes Zirkusspiele gemacht und verschiedene Zirkusdisziplinen, zum Beispiel Jonglieren oder Einrad fahren, gelernt.
01.03.2018, 00:00
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Zu wenig Angebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien
Von Ulrike Troue

Huckelriede. An der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien hat sich auch Bremen beteiligt und unter anderem einen Familienzirkus in Huckelriede organisiert. Insgesamt haben zehn Familien unter Regie der Circusschule Jokes Zirkusspiele gemacht und verschiedene Zirkusdisziplinen, zum Beispiel Jonglieren oder Einrad fahren, gelernt. Dabei wurden die kleinen wie großen Artisten von Vertreterinnen und Vertretern aus den Suchthilfegruppen aus dem Arbeitskreis Alkohol Bremen – Selbsthilfe für alle Süchte – begleitet. Am Ende gab es sogar noch eine kleine Zirkusvorstellung.

Das Projekt hat allen Beteiligten so viel Spaß bereitet, dass sie sich nach Mitteilung von Jokes-Geschäftsführer Dietmar Hatesuer ein fortlaufendes Familienzirkus-Angebot im kleineren Rahmen ausdrücklich gewünscht haben. Auch die Themen Gesundheit und Ernährung konnten durch umfangreiche ehrenamtliche Unterstützung, der finanziellen Unterstützung der AOK Bremen/Bremerhaven und Lebensmittelspenden der Bäckerei Trage und des Ökotop Neustadt in der Veranstaltung angesprochen werden.

In der Fortbildung „Es ist oft anders, als es scheint!“, die in Kooperation mit der Bremischen Landesstelle für Suchtfragen durchgeführt wurde, hat sich gezeigt, wie wenig Angebote es für Kinder aus suchtbelasteten Familien in Bremen gibt. Das beziehe sich sowohl auf konkrete Angebote für Kinder, als auch auf Fortbildungsangebote für Menschen, die im pädagogischen Bereich beruflich tätig sind, berichtet Suchttherapeutin Edith Hatesuer. „Der Wunsch nach Angeboten und sich im Sinne von Information zu vernetzen ist groß. In diesem Sinne werden wir mit den derzeitigen Kooperationspartner/innen in Verbindung bleiben, damit das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien die Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht“, sagt die Bremer Regionalsprecherin der Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien (Nacoa).

Mehr zu dem Thema unter der Web-Adresse www.edithhatesuer.de.

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