89 Beatmungsplätze in Kliniken

Bremen bestellt Masken in China

In Bremen wird mit einem Anstieg von Corona-Infektionen gerechnet: Die Kliniken verfügen über 89 Beatmungsplätze, die in 24 Stunden auf 159 aufgestockt werden können. Bremen bestellt Schutzmasken in China.
02.04.2020, 05:00
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Bremen bestellt Masken in China
Von Sabine Doll
Bremen bestellt Masken in China

Bundesweit wird mit einem Anstieg von Corona-Patienten gerechnet, die in Kliniken behandelt und künstlich beatmet werden müssen.

Marcel Kusch/dpa

Die Krankenhäuser im Land Bremen verfügen nach aktuellem Stand über 89 Beatmungsbetten, die mit Covid-19-Patienten belegt werden können. Diese gehören zu insgesamt etwa 300 sogenannten Infektionsbetten für Corona-Patienten, darin sind Intensivplätze enthalten. Dies bestätigt der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, dem WESER-KURIER.

„Innerhalb von 24 Stunden kann von 89 auf 159 Beatmungsplätze hochgefahren werden.“ Ausgenommen davon seien die Kinderkliniken. Angesichts der aktuellen Entwicklung in Bremen sei dies ausreichend – auch im Hinblick darauf, dass in den Kliniken Corona-Patienten aus dem niedersächsischen Umland versorgt würden. Ein Online-Meldesystem zeigt Kliniken und Rettungsdienst die Belegung der Intensiv- und Beatmungskapazitäten in Echtzeit an.

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Fuhrmann: „Es gibt Planungen darüber hinaus, diese hängen aber davon ab, was wir an zusätzlicher Ausrüstung geliefert bekommen. Bremen hatte 176 Beatmungsgeräte beim Bundesgesundheitsministerium bestellt, bislang ist aber noch nichts angekommen.“ Wann mit den georderten Geräten gerechnet werden kann, stehe nicht fest. In der täglichen Telefonkonferenz der Gesundheitsminister der Länder mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe Senatorin Claudia Bernhard (Linke) die ausbleibenden Lieferungen kritisch angemerkt.

Auch die Lieferung der in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen dringend benötigten Schutzausrüstung laufe nur stockend. „Wir hatten mehrere Hunderttausend chirurgische Masken, spezielle FFP2- und FFP3-Masken, Schutzkittel und -overalls bestellt. Was bisher angekommen ist, bewegt sich knapp unter Zehntausend“, so der Sprecher. Bremen sei daher selbst aktiv geworden und habe über Kooperationspartner Masken und anderes Schutzmaterial in China bestellt. Dort sei die Produktion wieder angelaufen.

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