Kommentar über die Zukunft des ÖPNV Eine Zäsur

Der öffentliche Nahverkehr muss ausgebaut werden, damit auch nach der Corona-Krise eine klimafreundliche Verkehrswende klappt, meint Pascal Faltermann.
09.05.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Eine Zäsur
Von Pascal Faltermann

Der öffentliche Nahverkehr steht vor einer Zäsur. Dicht gedrängt in der Bahn stehen, im überfüllten Bus sitzen oder am Eingang um die besten Plätze drängeln – diese Zeiten sind vorerst vorbei. Wer sich bewegt, kommt sich meistens näher. Das geht aber in der Corona-Krise wie auch in der nahen Zukunft nicht mehr.

Der Verkehr in den Städten wird nach der Pandemie anders aussehen. Das Mobilitätsverhalten hat sich stark gewandelt. Die Menschen fahren mehr mit dem Rad oder dem Krisengewinner Auto. Weil derzeit durch Homeoffice, Kurzarbeit und noch nicht wieder komplett geöffnete Schulen und Kindergärten kaum Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen, ist dort das Abstandhalten möglich. Doch die Pendler und Schüler kommen zurück.

Lesen Sie auch

Um weiter soziale Distanz im ÖPNV zu ermöglichen, werden zusätzliche Kapazitäten benötigt. Das erfordert mehr Bahnen, mehr Linien und mehr Fahrten. Bund und Länder müssen also Gelder bereitstellen, um die Verluste der Verkehrsbetriebe aufzufangen – aber auch, um den Nahverkehr auszubauen. Sonst scheitert eine klimafreundliche Verkehrswende.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+