Mädchen und Jungen gehen zur Arbeit Zukunftstag: Wie man Zeitung macht oder Senator wird

Ob Rathaus, Bürgerschaft, Senatorinnenbüro oder Pressehaus – Mädchen und Jungen haben am Donnerstag an vielen Orten erfahren, wie eine Senatssitzung vorbereitet wird oder die Zeitung entsteht.
28.04.2016, 19:20
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Zukunftstag: Wie man Zeitung macht oder Senator wird
Von Frauke Fischer

Ob Rathaus, Bürgerschaft, Senatorinnenbüro oder Pressehaus – Mädchen und Jungen haben am Donnerstag an vielen Orten erfahren, wie eine Senatssitzung vorbereitet wird oder die Zeitung entsteht.

Ob Rathaus, Bürgerschaft, Senatorinnenbüro oder Pressehaus – Mädchen und Jungen haben am Donnerstag an vielen Orten der Stadt in den Arbeitsalltag ihrer Eltern oder anderer Angehöriger in privaten Betrieben und öffentlicher Verwaltung hineingeschaut. Sie haben erfahren, wie eine Senatssitzung vorbereitet wird oder die Zeitung entsteht.

Fast 50 Schülerinnen und Schüler aus Bremen und der Region – vorwiegend Kinder von Beschäftigten in verschiedenen Unternehmen der WESER–KURIER Mediengruppe – sind am Zukunftstag beispielsweise im WESER-KURIER-Verlagshaus in der Martinistraße oder an anderen Standorten des Verlags zu Gast gewesen. Ein fester Programmpunkt für alle: eine Führung durch das Druckhaus in Woltmershausen, um dort zu erleben, wie unsere Zeitung und andere Print-Produkte gedruckt werden.

Vom Druckhaus beeindruckt

„Man hat die Zeitung zu Hause, man weiß aber nicht, wie sie entsteht, woher die Informationen kommen“, sagte Henning Schültge. Der Elfjährige aus Lilienthal war gemeinsam mit seinem Klassenkameraden Finn Rosendahl in der Lokalredaktion des WESER-KURIER zu Gast, um Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Finns Hauptgrund: „Ich wollte mitkommen, weil ich selbst gern Geschichten schreibe.“ Der Zwölfjährige schreibt manchmal zu Hause.

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Wie in der Redaktion eines Zeitungshauses Geschichten und Berichte entstehen, gehörte zu den vielen Informationen, die die Mädchen und Jungen bei ihrem mehrstündigen Gastspiel erhielten. Sie besuchten die Büros verschiedener Beschäftigtengruppen und erfuhren, wie Nachrichten und Themen ausgewählt und aufbereitet werden. Besonders beeindruckt zeigten sich die jungen Gäste von der Führung durch das Druckhaus mit Abteilungsleiter Mirko Tronicke. „Das war richtig interessant“, sagte Finn Rosendahl hinterher. Vor allem die technische Seite des Druckens begeisterte Henning Schültge. „Ich habe mich vorher gefragt, wie man es hinbekommt, dass nicht die ganze Seite schwarz ist.“

Mit der Bildungssenatorin auf Terminen

Im Rathaus empfing Bürgermeister Carsten Sieling Mädchen, die den Zukunftstag dort verbrachten. Er berichtete über seine Arbeit und den Weg ins jetzige Amt. Er erläuterte, dass man den Beruf des Bürgermeisters ja nicht lernen könne, sondern es vor allen Dingen um Engagement gehe.

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Unter dem Motto „Senatorin für einen Tag“ hatte auch Bildungssenatorin Claudia Bogedan Mädchen in ihrer Behörde zu Gast. Die Schülerinnen schauten ihr über die Schulter und begleiteten sie zu Terminen. „Ich will damit junge Frauen ermutigen, sich in die Politik einzumischen und politische Führungsämter anzustreben“, sagte Bogedan.

Aktionstag nicht mehr nur für Mädchen

Bremen beteiligt sich seit 2002 am „Girls’ Day“, bei dem Mädchen besonders aus den fünften und sechsten Jahrgangsstufen vor allem in jene Berufe hineinschnuppern sollen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind: IT-Branche, Handwerk, Technik und Naturwissenschaften.

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Inzwischen besuchen aber auch Jungen an diesem Aktionstag im Rahmen des „Boys’ Day“ Bremer Unternehmen und Einrichtungen. Dieser „Zukunftstag“ ermöglicht damit Schülerinnen und Schülern gleichermaßen Einblicke in den Arbeitsalltag in verschiedenen Branchen.

Einen Vorläufer zu diesem Aktionstag gibt es seit 1993 in den USA. „Take Our Daughters to Work“ (Nehmt unsere Töchter mit zur Arbeit) wurde auch dort auf beide Geschlechter ausgeweitet und heißt „Take Our Daughters And Sons to Work“.

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