21-Jähriger rastet aus

Zwei Bremer Polizisten bei Einsatz schwer am Kopf verletzt

Zwei Polizisten sind am Sonntagmorgen bei einem Einsatz schwer am Kopf verletzt worden. Die Beamten wollten einen Streit schlichten. Ein 21-Jähriger rastete jedoch aus und trat einem Polizisten gegen den Kopf.
16.07.2017, 14:23
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Zwei Bremer Polizisten bei Einsatz schwer am Kopf verletzt
Von Sabine Doll
Zwei Bremer Polizisten bei Einsatz schwer am Kopf verletzt

Symbolbild

dpa

Ein verletzter Knöchel, ein gebrochener Finger und zwei Beamte mit Schädelhirntrauma – das ist die Bilanz von Polizeieinsätzen am Wochenende: Am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr waren Polizeibeamte zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern vor einem Schnellrestaurant im Bereich Breitenweg/Bahnhofstraße gerufen worden. Wie die Polizei mitteilt, sei ein 22-jähriger Mann ausgerastet und habe die Polizisten beleidigt. Er habe dabei versucht, den Beamten Faustschläge zu versetzen, woraufhin diese ihn zu Boden gebracht hätten. Ein 21-jähriger Mann habe sich plötzlich eingemischt und ebenfalls versucht, die Polizisten anzugreifen. Er habe sich zunächst etwa 30 Meter vom Ort des Geschehens entfernt, schließlich Anlauf genommen und einem 34 Jahre alten Polizeibeamten am Boden „mit voller Wucht“ gegen den Kopf getreten. Ein zweiter Polizist sei von einem Angreifer mit der Faust gegen den Kopf geschlagen worden.

Nach Informationen des WESER-KURIER ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlags gegen einen der Tatverdächtigen, die 21 und 22 Jahre alten Männer waren zunächst festgenommen worden.

Raubüberfall auf eine Bäckerei

Bereits am Freitag und Sonnabend waren zwei Polizisten bei Einsätzen verletzt worden: Am Freitag verfolgten Beamte zwei Tatverdächtige nach einem Raubüberfall auf eine Bäckerei in Bremen-Nord. Bei der Verfolgung und Festnahme an der Grohner Düne habe sich ein Polizist am Knöchel verletzt, er sei dienstunfähig. Am Sonnabendmorgen wurde den Angaben zufolge ein Polizist – ebenfalls bei einer Verfolgung – von einem Tatverdächtigen mit Fußtritten traktiert. Der Mann brach dem Polizisten dabei einen Finger an der rechten Hand. Die Beamten waren zu einer Schlägerei im Bereich Auf der Brake/Schillerstraße ausgerückt.

Erst vor einer Woche waren drei Polizisten während eines Einsatzes von Angreifern verletzt worden. Auslöser war ein Streit unter vier Müttern um einen Kinderwagenplatz in einem Linienbus an der Haltestelle des Roland-Centers in Huchting. Eine der Frauen hatte ihren Mann per Telefon um Hilfe gerufen, dieser brachte seinen Bruder mit. Die Busfahrerin alarmierte die Polizei, die schließlich mit 13 Streifenwagen vor Ort war.

Gewalt gegen Polizisten wächst, wie der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Bremen, Jochen Kopelke, dem WESER-KURIER in einem früheren Bericht bestätigte: „Jeden Tag werden zwei Polizisten Opfer einer Straftat, im Streifendienst besteht die größte Gefahr.“ Es werde getreten, gebissen, Blut und Speichel in den Mund gespuckt, so Kopelke.

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