Zwei Corona-Fälle an Bremer Schule

Ökumenisches Gymnasium schickt einen Jahrgang nach Hause

Zuletzt war die Zahl der Corona-Infektionen in der Stadt sehr gering, nun wurden zwei Fälle in einer Schulklasse eines Bremer Gymnasiums festgestellt. Das hat Folgen für die Lehrer und Schüler vor Ort.
08.07.2020, 14:45
Lesedauer: 1 Min
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Ökumenisches Gymnasium schickt einen Jahrgang nach Hause
Von Sara Sundermann
Ökumenisches Gymnasium schickt einen Jahrgang nach Hause

Zwei Schüler einer 10. Klasse am Ökumenischen Gymnasium haben sich mit dem Coronavirus infiziert. (Archivbild)

Cora Sundmacher

Am Ökumenischen Gymnasium (ÖG) in Oberneuland gibt es zwei Corona-Fälle. Infiziert sind zwei Schüler der 10. Klasse. Das hat die Schulleiterin des Gymnasiums, Anke Junge-Ehmke, dem WESER-KURIER bestätigt. In der Folge werde es nun nicht nur für die Klasse der beiden Jugendlichen, sondern für die gesamte 10. Jahrgangsstufe bis zu den Sommerferien keinen Präsenzunterricht mehr geben, so die Schulleiterin. Die betroffenen etwa 60 Schülerinnen und Schüler bekämen nun wieder digitale Aufgaben für das Lernen zu Hause. Zudem lasse sich eine Handvoll Lehrkräfte testen und folge den Anweisungen des Gesundheitsamtes. Eine Schulschließung drohe nach derzeitigem Stand nicht.

„Wir arbeiten eng mit dem Gesundheitsamt zusammen“, sagt Anke Junge-Ehmke. Auch Eltern und die Schulgemeinde seien informiert. „Wir haben versucht, alle Kontakte zurückzuverfolgen.“ Die beiden Infektionen seien der Schule am Sonntag und am Dienstag bekannt geworden.

Bei Tests sei das Gesundheitsamt großzügig, der ganze betroffene Jahrgang könne sich testen lassen. Mit weiteren Testergebnissen von Kontaktpersonen der beiden infizierten Jugendlichen rechnet die Schulleiterin im Laufe dieser Woche. „Wir hoffen nun, dass die Tests negativ ausfallen und wir das Schuljahr gut zu Ende bringen können.“ Parallel finden an der Schule derzeit noch die letzten Abiturprüfungen statt.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden bislang im Umfeld der Schule fünf Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt, die engeren Kontakt mit einem der beiden infizierten Schüler hatten. Sie seien in Quarantäne geschickt worden, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Darüber hinaus seien bisher mehr als 75 Kontaktpersonen der Kategorie II im Umfeld der Schule ermittelt worden. „Diesen allen wurde dringend angeraten, sich testen zu lassen, sie können dies in der Messe-Ambulanz tun.“ Fuhrmann betont, die Nachverfolgung der Kontakte sei noch nicht abgeschlossen.

++ Der Artikel wurde aktualisiert um 14.45 Uhr. ++

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