Lemwerder

Zweite Auslegung für Goethestraße

Lemwerder. Die beiden vorgesehenen Stichstraßen werden geringfügig verlegt, die Festsetzungen, um den Bau „überdimensionierter Gebäudekomplexe“ wie Mehrfamilienhäuser auszuschließen, werden präzisiert. Mit diesen Änderungen geht der Bebauungsplan Goethestraße in die zweite Auslegung.
02.02.2017, 00:00
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Von Georg Jauken

Lemwerder. Die beiden vorgesehenen Stichstraßen werden geringfügig verlegt, die Festsetzungen, um den Bau „überdimensionierter Gebäudekomplexe“ wie Mehrfamilienhäuser auszuschließen, werden präzisiert. Mit diesen Änderungen geht der Bebauungsplan Goethestraße in die zweite Auslegung. Die auf zwei Wochen verkürzte Auslegungsfrist soll am 6. Februar beginnen. Einwendungen sind dann nur noch gegen die Änderungen möglich, teilte die Gemeindeverwaltung mit.

Der zuletzt von der FDP-Fraktion eingebrachte Vorschlag, die Goethestraße an den Johannesweg anzuschließen, um Beeinträchtigungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen für die Anlieger der jetzigen Zufahrtsstraßen (Vollersweg, Gerhart-Hauptmann-Straße und Goethestraße) zu vermeiden, lehnte der Finanz- und Planungsausschuss mit großer Mehrheit ab. Damit der Straßenzug nicht zur Durchfahrtsstraße wird, hatte die FDP eine Sperre zwischen Goethestraße und Gerhart-Hauptmann-Straße angeregt. Doch bei dieser Lösung seien am Ende beider Straßen Wendeplätze erforderlich, für die es an Platz fehle, lautete einer der Ablehnungsgründe. Die größte Gefahr für einige nicht ausreichend gegründete Häuser an den Zufahrtsstraßen gehe ohnehin von den Erschütterungen durch schwere Baufahrzeuge aus, hieß es weiter. Die Gemeinde setzt deshalb auf eine Verkehrsregelung, damit die Baustellenfahrzeuge das neue Baugebiet so weit wie möglich über den Johannesweg und den Bahndamm anfahren.

Die Unabhängigen Wähler Lemwerder (UWL) kritisierten, dass ein Abschnitt des alten Bahndamms in das Baugebiet einbezogen wird. So werde das selbst gesteckte Ziel, den Bahndamm als „grünes Band“ zu erhalten, bereits nach einem Jahr wieder aufgegeben. Bürgermeisterin Regina Neuke hielt dagegen, dass ein kompletter Erhalt nie das Ziel war. Beim grünen Band gehe es lediglich um den Abschnitt von der Ortsmitte bis kurz nach dem Damaschkeweg. Im Übrigen bleibe im Bereich des Baugebiets ein ausreichend breiter Grünstreifen erhalten. Das „grüne Band“ könnte immer noch nach einer kurzen Verschwenkung in Höhe des Baugebiets auf dem Bahndamm fortgeführt werden.

Durch die Einbeziehung des Bahndamms sei eine bessere Aufteilung des ohnehin kleinen Baugebiets ermöglicht worden, ­ergänzte Bauamtsleiter Matthias Kwiske.

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