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Ferienaktion in Rablinghausen: Im August läuft das viertägige Programm „Kunst im Camp“
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Auf Sand gebaut

Annica Müllenberg 20.07.2014 0 Kommentare

Kunst im Camp Sommeraktion des Kulturhauses Pusdorf
Die Mitstreiter des „Kunst im Camp“-Projektes. Das mehrtägige Ferienangebot findet zum ersten Mal am Pusdorfer Strand statt. (Annica Müllenberg)

Der Pusdorfer Strand ist nicht nur ein geeigneter Ort für Volleyballspieler und Sonnenanbeter. Im August findet dort das Ferienprogramm „Kunst im Camp“ statt. Auf dem Sand wächst dann ein Dorf mit selbst gebauten Fantasiegebilden, Graffitiskulpturen und mobilen Gärten.

Der Wind fegt den Sand über den leeren Strand, ein paar Spaziergänger testen mit den Fußspitzen das Wasser und schauen zum Landmark-Tower rüber. Viel gibt es bisher nur auf der anderen Seite zu sehen, trotzdem sagt Ute Steineke vom Kulturhaus Pusdorf: „Der Strand ist eigentlich ein schöner Ort. Nah an der City, umgeben von maritimem Flair, hier könnte nur mehr los sein.“ War es auch schon mal. In den 50er- Jahren gab es an dieser Stelle einen Campingplatz, weiß die Geschäftsführerin des Kulturhauses. Sie hat alte Zeitungsartikel ausfindig gemacht, die zitieren das Gefühl von längst vergangenen Tagen: „Wenn abends hier die Lichter ausgehen und ein großes, hell erleuchtetes Ozeanschiff vorbeizieht, fühl‘ ich mich bald wie auf dem Meer“, schwärmte ein Besucher aus den 60er-Jahren. Demnächst soll an diese Stimmung angeknüpft werden – nur anders.

Vom 4. bis 8. August feiert die Ferienaktion „Kunst im Camp“ Premiere, und das Gelände wird besiedelt. Innerhalb von fünf Tagen soll auf dem Sand dann ein Dorf mit eigener Infrastruktur wachsen. Geschaffen wird es von den teilnehmenden Kindern. „Wir bieten verschiedene Werkstätten an, in denen über die Woche verteilt immer mehr gebaut wird. Zum Abschluss planen wir eine Präsentation, zu der alle eingeladen sind“, sagt Steineke. Das Team des Kulturhauses Pusdorf hat sich mit dem Konzept beworben und wird gefördert durch ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Deshalb müssen die Teilnehmer ab zehn Jahren auch keine Gebühren bezahlen.

Mitmachen geht auf zweierlei Arten: Als Camper oder Tagestourist. Erstere sind die gesamte Zeit vor Ort. Letztere können spontan nach Anmeldung mitwerkeln. Angeboten wird von A wie Angeln bis Z wie Zeichnen alles. Verschiedene Kooperationspartner machen es möglich. Daniel Muhlack vom Freizi Rablinghausen lädt zum Angelworkshop ein, Siko Ortner zum Graffitisprühen. „Im Laufe der Woche sollen Hocker und Betonköpfe gestaltet werden“, sagt der Künstler. Urte Brandes zeigt den Teenagern, wie sie aus Naturmaterialien Fantasie-Architekturen bauen können: „Am Ende soll eine Dorfstruktur entstehen“, verrät die Künstlerin.

Ihr Kollege Rainer Weber hat die Idee, Betongesichter zu gießen und kleine Büsten entstehen zu lassen. Neben diesen handwerklichen Betätigungen gibt es auch noch Tanz, Musik und Comiczeichnen. „Die Kinder können ihre eigene Zeitung produzieren, mit Fotos versehen, musizieren mit selbst gemachten Instrumenten, später eine CD produzieren oder im Ensemble in kleinen Konzerten mitwirken“, liest Steineke aus dem umfangreichen Programm vor. Die Theaterwerkstatt plant zum Abschluss eine kleine Aufführung und probt kontinuierlich Tag für Tag an den Stücken. Andere Angebote bieten sich aber auch tageweise an.

Alle Camper müssen sich frühzeitig anmelden und bekommen vor der Reise ins Camp umfangreiche Informationen. Die Ausrüstung muss selbst mitgebracht werden. Allerdings planen die rund 15 Künstler und Kulturpädagogen auch, einen Bauwagen und eine Jurte aufzustellen, falls nicht alle ein Zelt mitbringen können.

Das Kulturcamp findet von Montag bis Freitag, 4. bis 8. August, in der Zeit von jeweils 10 bis 18 Uhr am Woltmershauser Strand statt. Anmelden und informieren können sich Interessierte im Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Straße 444, unter Telefon 54 46 06 und per Mail unter wo@kulturhaus-pusdorf.de.


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Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...
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