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Gartenstadt Vahr
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Bispi ist seit fünf Jahren sozialer Treffpunkt

Meike Müller 25.04.2013 0 Kommentare

Klaus Kahle, Norbert Klam, Inka Kusen und Jörg Haßfeld bilden den Vorstand des Vereins
Klaus Kahle, Norbert Klam, Inka Kusen und Jörg Haßfeld bilden den Vorstand des Vereins "Nachbarschaftstreff Bispi", in dem jetzt Frühlingsfest gefeiert wurde. (Petra Stubbe)

Gartenstadt. Bei der Gartenstadt Vahr handelt es sich um den Ortsteil mit dem höchsten Anteil an älteren Menschen innerhalb der Vahr. Ziel des Nachbarschaftstreffs „Bispi“in der Bispinger Straße 14a ist es, den Menschen im Quartier einen Ort der Begegnung, des Miteinanders, des Lernens und Erlebens, der Aktivität und Kreativität zu bieten, der in der vertrauten Umgebung ohne Schwellenangst oder finanzielle Hürden zu besuchen und zu nutzen ist.

„Wichtig sind die Treffen gerade für ältere Menschen – zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und der Lebensfreude“, erklärt Inka Kusen, die 1. Vorsitzende des Vereins. Die Teilhabe am sozialen Miteinander sei Bestandteil zum Erhalt der psychosozialen Gesundheit, und solle auf der anderen Seite der Vereinsamung und Segregation und den damit verbundenen Hemmnissen entgegenwirken, so Kusen.

Die Räume werden bereits seit 1995 als Treff genutzt, sie befanden sich bis Ende 2007 unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Nachdem zunächst die Gefahr bestand, das Haus wegen fehlender Trägerschaft schließen zu müssen, ging es Anfang 2008 doch nahtlos weiter – ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter.

Um den Fortbestand zu sichern wurde am 12. Februar 2008 der Verein „Nachbarschaftstreff Bispi“ gegründet. Dieser Weg zur Weiterführung des Hauses erwies sich als praktikabel, weil die Gewoba für eine Übergangszeit von zwei Monaten den angestammten Nutzern das Haus miet- und nebenkostenfrei zur Verfügung stellte und gleichzeitig Inka Kusen eine Arbeitsgruppe initiierte, die den Fortbestand des Treffs organisierte. Kusen hatte bereits den Trägerverein des „Treff Waschhaus“ in der Ludwig-Beck-Straße gegründet.

Gemeinsam mit einem Mitglied des damaligen Awo-Ortsvereins wurde die Konzeption des Hauses in der Bispinger Straße fortgeschrieben und die praktische Vereinsarbeit einschließlich der Koordination der Veranstaltungen strukturiert und organisiert.

„Bis heute ist es nicht leicht, aus den Reihen der Nutzerinnen und Nutzer, die zum größten Teil recht betagt sind, Aktive zu gewinnen“, erklärt Klaus Kahle, 2. Vorsitzender des Vereins. „Deshalb liegt die Leistung von durchschnittlich 2000 Stunden jährlich – eine eher vorsichtige Schätzung – auf den Schultern weniger ehenamtlicher Mitarbeiter.“

Einigkeit herrschte damals wie heute in allen Gremien des Stadtteils, dass ein Fortbestand des Hauses dringend angeraten ist, da es in der Gartenstadt Vahr keinen anderen Treffpunkt dieser Art gibt. Der Sozialausschuss des Beirates Vahr, begrüßte die Entwicklung sehr, und der Verein war sich von Anfang an des Wohlwollens und der Unterstützung von Kommunalpolitik, Institutionen, Ämtern und Gremien des gesamten Stadtteils sicher. So konnte bis heute bei der Finanzierung des Hauses immer auf sogenannte Globalmittel zurückgegriffen und auf Zuschüsse und Spenden gesetzt werden.

Allen voran ist dabei wieder die Gewoba zu nennen, ohne deren großzügigen Einsatz so manches im Bispi nicht zu realisieren wäre. Einen weiteren Zuschuss erhält der Verein vom Referat Ältere Menschen der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. Heute zählt der Verein 73 Mitglieder, und nach und nach finden auch einige jüngere Vahrer den Zugang zu den Treffen. Weil die Angebote differenziert gestaltet werden, sei bereits eine Durchmischung zu erkennen und ein generationsübergreifender, interkultureller Arbeitsansatz realisiert worden, so die Aktiven.

Neben saisonalen Festen und Veranstaltungen wie Vorträge, Basare, gemeinsame Theaterbesuchen, Besichtigungen undsoweiter gibt es in größeren Abständen das sonntägliche Musikfrühstück oder das Orientcafé am Sonnabend. Während das Musikfrühstück eine offene Veranstaltung für alle ist, ist das Orientcafé ausschließlich für Frauen und Mädchen geöffnet. Dort gibt es Bauchtanz – auch zum Mitmachen – orientalische Musik, Tee aus dem Samowar und vieles mehr.

Im Bispi gibt es natürlich auch regelmäßige Angebote, wie beispielsweise musikalische Gymnastik, Skat und andere Kartenspiele, Spielenachmittage bei Kaffee und Kuchen, Yoga und Pilates, Malgruppen, Gehirnjogging, Bingo, Russisch für Anfänger, Gesangsrunde, Computerkursus für Senioren, kreatives Basteln, Frühstück mit Alex, „Kaffee un Platt“ oder die Handarbeitsrunde.

Nachbarschaftstreff Bispi, Bispinger Straße 14a, Telefon: 4673695, E-Mail: info@bispi-bremen.de, www.bispi-bremen.de


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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