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Sommerfest des Kulturhauses Pusdorf bietet Mitmachaktionen im Spiel- und Wasserpark
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Das erste eigene Graffiti gesprayt

Katharina Riebesel 06.08.2012 0 Kommentare

Bei Graffiti-Dozent Siko Ortner (links) haben die Teilnehmer zweimal wöchentlich am Graffiti-Unterricht teilgenommen. An
Bei Graffiti-Dozent Siko Ortner (links) haben die Teilnehmer zweimal wöchentlich am Graffiti-Unterricht teilgenommen. Anschließend wurde der Container beim Kulturhaus Pusdorf besprüht.

Woltmershausen. Auf dem Spielplatz, beim Toben auf der Wiese und beim Planschen im Wasserlauf – die kleinen Besucherinnen und Besucher haben das Kinderfest im Spiel- und Wassergarten und das Sommerwetter in vollen Zügen genossen. Und die Erwachsenen fanden Zeit, sich im Schatten der Bäume auszuruhen und sich zu unterhalten. Am Nachmittag heizten Trommelgruppen des Kulturhauses Pusdorf den Zuschauern ein, während zwei Stelzenläuferinnen die Kinder zum Springseil springen und weiteren Spielen animierten. Die kleinen Besucher haben zudem begeistert eigene Graffiti gesprayt, Schwimmobjekte gebastelt und aus Naturmaterialien Kunst hergestellt.

Ein Blickfang beim Sommerfest in Pusdorf: Das mit Riesenflügeln ausgestattete Stelzenduo
Ein Blickfang beim Sommerfest in Pusdorf: Das mit Riesenflügeln ausgestattete Stelzenduo "Les Papillons de Brème" verbreitete gute Laune. Auch eine Trommelgruppe sorgte für Unterhaltung.

Das Kulturhaus Pusdorf veranstaltet das Kinderfest immer zu Beginn oder gegen Ende der Sommerferien. Seit 2007 findet das Fest im Spiel-und Wassergarten statt. "In diesem Jahr ist das Kinderfest mit der Präsentation der Arbeiten aus den Ferienprojekten verbunden", berichtete Ute Steineke, Leiterin des Kulturhauses Pusdorf. "Der Schwerpunkt liegt auf den Mitmachaktionen." Einer der Höhepunkte des Festes war die Präsentation des neu gestalteten Containers. Acht Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren hatten an einem Graffiti-Kursus teilgenommen und sich ein neues Design für den Container auf dem Gelände des Spiel- und Wassergartens ausgedacht. Die Jugendlichen entschieden sich für Motive aus der Natur: verschiedene Tiere und eine Landschaft mit Fluss, auf dem ein Junge in einem Schwimmring sitzt, zieren nun den Container.

Siko Ortner ist Graffiti-Dozent und hat den Kursus geleitet. "Die Jugendlichen haben sich wirklich Gedanken gemacht. Ein ganz tolles Bild ist entstanden", lobte der Künstler das Werk. In den vergangenen zwei Monaten haben die Kursteilnehmer zweimal wöchentlich am Graffiti-Unterricht teilgenommen. Anschließend haben die Jugendlichen vier Tage lang den Container besprayt. Während der Präsentation haben einige der Nachwuchssprayer noch den letzten Schliff an dem Bild vorgenommen.

Da macht sie große Augen, als die Schiffe zu Wasser gelassen werden: Die zweieinhalbjährige Alina Maria mit Papa Roman M
Da macht sie große Augen, als die Schiffe zu Wasser gelassen werden: Die zweieinhalbjährige Alina Maria mit Papa Roman Miller und dem fünfjährigen Cousin John Konstantin. (Fotos: Gerbracht)

Mona hat eine Schablone mit dem Möwen-Motiv auf den Container gedrückt, den Bereich drumherum mit Papier abgeklebt und dann gleichmäßig gelbe Farbe auf den Container gesprayt. "Durch den Graffiti-Kursus habe ich das Sprayen für mich entdeckt", sagte die 14-Jährige. Die Schülerin mag besonders das Gestalten von großen Flächen, bei Schablonen sei die Arbeit etwas mühsamer, da immer viel abgedeckt werden müsse. " Das Ergebnis ist aber immer toll", erklärte Mona. Wie die anderen Teilnehmer hat sich die Jugendliche auf den Container mit ihrem Namenszug verewigt.

Viele Kinder wollten eigene Graffiti am Stand von Ortner sprayen. Unter einem Pavillon haben sich Schaulustige um einen mit bunten Farbresten beschmierten Tisch gedrängt. Sie schauen zu, wie die neunjährige Jasmin ihr eigenes Bild bearbeitet. Die Schülerin hat zunächst Orange als Hintergrundfarbe aufgesprüht und dann eine Katze als Motiv ausgewählt. Graffiti-Lehrer Ortner hat Jasmin dabei geholfen die zweite Farbe aufzutragen. "Immer schön in Streifen sprühen", erklärte Ortner. Nach wenigen Minuten hat Jasmin ihr erstes eigenes Graffiti beendet: eine dunkelblaue Katze auf orangefarbenem Hintergrund. Der Schülerin hat die Mitmachaktion sehr gefallen. "Am Anfang war es noch ein bisschen schwer, mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden", berichtete die Neunjährige.

An einer weiteren Station hat Renate Kalinke das Ferienprojekt Landart vorgestellt. "Die Kinder haben eine Woche lang aus Naturmaterialien wie Blüten, Federn und Steinen Bilder und Skulpturen hergestellt", erläuterte die Kunstpädagogin. Die Kinder zwischen fünf und neun Jahren haben beispielsweise Bilder aus Löwenzahnblüten gelegt, aus Steinen Tierformen und Türme gebaut und Federn in die Bäume gehängt. "Da sind nette Sachen dabei gewesen", berichtete Kalinke.

Tage vor dem Kinderfest war der Naturkunstkurs am Strand. Dort haben die Kinder gebadet und kleine Sandskulpturen gebaut. Lika hat das Basteln mit Naturmaterialien gut gefallen. "Ich mag Federn und Blumen besonders gerne, weil die so schön weich sind", erzählte die Fünfjährige.

Unter einem weißen Pavillon hatte Andrea Stücke vom Kulturhaus auf einem langen Tisch alles zum Basteln von Schwimmobjekten bereitgestellt. Fleißig klebte Hanna Alufolie an einen alten Milchkarton. Dann hat die Zehnjährige ihr Schiffchen mit bunten Strohhalmen dekoriert. "Wir verwenden Dinge, die man so im Haushalt findet", erläuterte Stücke. Auf dem Tisch lagen unter anderem Zahnstocher, Gummibänder, Korken und Törtchenformen, die die Kinder mit Freude an ihren Schwimmobjekten befestigt haben. "Wir verwenden hier recycelbares Material", sagte Stücke. Dann war es soweit: Die Schiffchen wurden zu Wasser gelassen. Auf dem Wasserlauf im Spiel- und Wasserpark sind an dem Tag noch viele bunte Schwimmobjekte erfolgreich zu Wasser gelassen worden.

Das erste eigene Graffiti gesprayt

Sommerfest des Kulturhauses Pusdorf bietet Mitmachaktionen im Spiel- und Wasserpark

Zitat:

"Die Jugendlichen haben sich Gedanken gemacht. Ein tolles Bild ist entstanden."

Siko Ortner, Graffiti-Dozent


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Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
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