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„Kulturknall Pusdorf“: Woltmershauser Straße wird zur längsten Galerie Bremens
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Graffiti beim Coiffeur

Sigrid Schuer 09.06.2013 0 Kommentare

Sie sind dabei, wenn am morgigen Montag der
Sie sind dabei, wenn am morgigen Montag der "Kulturknall Pusdorf" startet: Die Künstler Siko Ortner, Joachim Fischer, Andrea Schütte, Ute Steineke (Kulturhaus Pusdorf), Udo Steinmann und Rainer Weber. (Walter Gerbracht)

Woltmershausen. "Ich war selbst überrascht, wie viele Künstlerinnen und Künstler mit verschiedener Bandbreite es bei uns in Pusdorf gibt", sagt Rainer Weber, Bildhauer und künstlerischer Leiter der Kunst-Festspiele "Kulturknall Pusdorf", die von morgen bis Sonnabend, 22. Juni, erstmals vom Team des Kulturhauses Pusdorf, Woltmershauser Straße 444, veranstaltet werden. "Unser Ziel ist es, die Künstlerinnen und Künstler im Stadtteil bekannter zu machen und in den Mittelpunkt zu rücken sowie die Woltmershauser Straße zu beleben und zu vernetzen. Das ist für uns alle ein bereicherndes Projekt", unterstreichen Ute Steineke und Andrea Stücke vom Kulturhaus Pusdorf.

Höhepunkt der Kunst-Festspiele ist das kommende Wochenende. Am Sonnabend, 15., und Sonntag, 16. Juni, öffnen die Künstlerinnen und Künstler, die in Woltmershausen ihre Werke schaffen, wenn nicht anders angegeben, von 14 bis 18 Uhr ihre Ateliers für Interessierte. "Da die Hemmschwelle erfahrungsgemäß groß ist, einfach einmal in ein Atelier hineinzugehen, präsentieren viele Künstlerinnen und Künstler ihre Werke schon vom 10. Juni bis 22. Juni in der Schaufenstergalerie in verschiedenen Geschäften entlang der Woltmershauser Straße", sagt Steineke.

So sind beispielsweise die Arbeiten des Bildhauers Rainer Weber in der Änderungsschneiderei Luijdmilla in der Woltmershauser Straße 354a zu sehen. Der Graffiti-Künstler Siko Ortner, dessen Arbeiten zudem in der ersten Etage im Kulturhaus Pusdorf zu sehen sind, präsentiert seine Werke beim Coiffeur Charisma in der Woltmershauser Straße 209. Ebenfalls im Kulturhaus Pusdorf stellen Martina Gropius ihre seismografischen Fieberkurven und die Bildhauerin Urte Brandes ihre Erdbilder aus, und zwar am Sonnabend, 15. Juni, von 16 bis 18 Uhr und am Sonntag, 16. Juni, von 14 bis 16 Uhr. Urte Brandes wird zudem von Donnerstag, 13. Juni, bis Sonnabend, 15. Juni, tagsüber eine Erdinstallation im Weseruferpark schaffen.

Aktionen bieten auch andere Künstler an. Beispielsweise der Bildhauer und Maler Peter Gehrke Schlusemann, der sein Atelier in der Woltmershauser Straße 158 allerdings nur am Sonntag, 16. Juni, von 12 bis 18 Uhr öffnet, weil er tags zuvor in der Woltmershauser Straße mit Staffelei und Malutensilien die Passanten zum Spontanzeichnen animieren wird. Seine Arbeiten sind zudem bei Elektro Siemer in der Woltmershauser Straße 390 präsent. Joachim Bommel Fischer, der am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr sein Atelier Auf dem Bohnenkamp/Ecke Stuhrer Straße geöffnet hat, liest um 14, 15 und 16 Uhr jede Viertelstunde aus seinem Buch "So ist meine Welt". Die Arbeiten des Bildhauers Markus Keuler, der zudem sein Atelier Am Neustadtgüterbahnhof 67A öffnet, sind bei Maler Bentzen in der Woltmershauser Straße 177 zu sehen. Der Bildhauer Reinhardt Osiander, der sein Atelier Am Neustadtgüterbahnhof 67A ebenfalls am Wochenende öffnet, präsentiert seine Arbeiten außerdem bei Absatz Claus in der Woltmershauser Straße 229. Auch der Bildhauer Stefan Saxen öffnet sein Atelier Am Alten Sicherheitshafen 1/Ecke auf dem Dreieck am Wochenende von 16 bis 19 Uhr.

Offene Musikbühne

Als "hidden champion" in Bremen ließe sich Siegfried Zademack bezeichnen, der seit den 1970er-Jahren fantastisch-surrealistische Ölbilder im Großformat malt und schon in Venedig, Florenz, Wien und Paris ausgestellt hat. Er öffnet am kommenden Wochenende sein Atelier im Hempenweg 69 von 12 bis 18 Uhr. Einer der Höhepunkte des Festivals dürfte der Ausklang des "Kulturknalls" werden. Am Sonntag, 16. Juni, geht ab 18 Uhr im Atelier von Amir Omerovic, Am Alten Sicherheitshafen 1/Ecke auf dem Dreieck, die Post ab. Der Bildhauer, der ein Meister des Filigranen ist, bietet dann eine offene Musikbühne, auf der verschiedene Bands auftreten. Seine Werke kann man zudem am Wochenende von 16 bis 19 Uhr bewundern. Norddeutsches Bier und Musik gibt es auch in der Straußenwirtschaft, eine Straßenkneipe, die der Druckgrafiker Udo Steinmann, der seine Werke ebenfalls im Kulturhaus Pusdorf ausstellt, am Sonnabend, 15. Juni, ab 18 Uhr auf dem Bunkervorplatz in der Ochtumstraße einrichten wird. "Wir wollen den Platz in einer Aufräumaktion schön machen. Außerdem spielt das Gitarren-Gesangsduo ’Die Hüskes’ Humoristisch-Tiefgründiges", sagt Steinmann, der seine Werke zudem bei Büro-Technik Wittor in der Woltmershauser Straße 153 präsentieren wird.

Der Druckgrafiker hat mit den Kindern und Jugendlichen der Grundschule Rechtenflether Straße, der Oberschule Roter Sand und der Kita Blexer Straße das pädagogische Kunst-Projekt "Pusdorf Portrait" realisiert. Sie haben Menschen aus Woltmershausen gemalt, gezeichnet und fotografiert. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Porträts in den Schaufenstern der Buchhandlung Christa Schoofs, von "Die Firma", in der leer stehenden Videothek "City", der Krankengymnastik Kempe und auf dem Pusdorfer Marktplatz.

Am Sonnabend, 15. Juni, wird auf dem Pusdorfer Marktplatz ab 12 Uhr eine Frühstückstafel eingerichtet. Auf der Bühne sollen die Gruppe "Nijajäsch" mit internationaler Musik sowie das "Duo Daf" mit iranischer Trommel und Geige einheizen. Außerdem interpretiert das eigens gegründete "Kulturknall Quartett" Jazz, und die Schülerinnen und Schüler von Felix Fischer spielen Gitarrenmusik. Andrea Stücke, die die Galerie im Kulturhaus Pusdorf leitet, ist besonders stolz auf den ersten, in Anlehnung an den Stadtteil benannten Frauenkunstpreis "Die Goldene Pussy", der am Sonntag, 16. Juni, um 12 Uhr erstmalig im Kulturhaus verliehen wird. Eine mit anerkannten Fachfrauen besetzte Expertinnen-Jury wählt aus den 70 Einsendungen aus dem In- und Ausland zum Thema Handzeichnungen die Gewinnerin aus. Die Ausstellung der Werke der zehn nominierten Künstlerinnen sind von Sonntag, 9. Juni, bis Dienstag, 2. Juli, montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 13 Uhr und dienstags von 17 bis 18 sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr zu sehen.

Weitere Informationen im Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Straße 444, unter www.kulturhaus-pusdorf.de und Ruf 544606.


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Leserkommentare
Bevenser am 22.10.2019 17:47
Man muss sich nicht künstlich blöd stellen. Wie es geht sieht man z.B. in Österreich - und nicht nur da.
peteris am 22.10.2019 17:39
Werden diese Menschen "losgelassen", dann gibt es erst wieder einen Stop in Deutschland.

Bereiten" wir " uns schon einmal darauf vor. ...
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