Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
Konzertreihe „Gröpelinger Barock“ startet am 24. April in die vierte Saison
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Internationale Stars live – ohne Eintritt

Anne Gerling 18.04.2016 0 Kommentare

WES Gröpelingen Gelände Diako Emmaus-Kirche Vorbericht Konzertreihe Gröpelinger Barock
Klaus von Hahn aus Sagehorn, Alexandra Schlösser aus der Neustadt, Elisabeth Champollion aus dem Viertel und Schwester Christa aus Gröpelingen freuen sich auf die nunmehr vierte Konzertreihe „Gröpelinger Barock“, die am 24. April in der Emmauskirche startet. (Roland Scheitz)

Eine tolle Akustik, familiäre Atmosphäre und Gastgeber mit Herz: Dass die kleine Emmauskirche in Gröpelingen ein charmanter Auftrittsort ist, spricht sich in Musikerkreisen immer mehr herum. Seit dem Jahr 2013 laden die Stiftung „Laudate, cantate“ und das Evangelische Diakonissenmutterhaus Bremen zwischen April und November immer am letzten Sonntag im Monat zur Konzertreihe „Gröpelinger Barock“ in die 1960 erbaute Kirche ein.

Um diese herum hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan: Es sind 35 neue Wohnungen entstanden – und seit November leben neben deren Bewohnern, den 85 Menschen im Altenpflegeheim und der Schwesternschaft auch zehn syrische Familien auf dem Gelände. „Ein Spielplatz ist geplant, dazu der schöne Park, die Konzertreihe… es entsteht dort ein richtiges lebendiges ‚diakonisches Dorf’“, freut sich Elisabeth Champollion, künstlerische Leiterin des Gröpelinger Barock.

Zum Saisonstart am Sonntag, 24. April, ist dort nun das „Trio Cammerton“ zu Gast. Die drei Musiker Janis Tretjuks, Karin Gemeinhardt und Barbara Adamczyk spielen Musik von Ludwig van Beethoven auf historischen Instrumenten. Neben Klarinette und Fagott kommt dabei ein 1808 in Prag gebauter Hammerflügel zum Einsatz.

Das historische Tasteninstrument bildet den instrumentalen Schwerpunkt der diesjährigen Saison, erklärt dazu Champollion: „In dreien der acht Konzerte stellen wir Hammerklaviere der Jahre 1766, 1805 und 1808 vor. Beethovens Kammermusik wird meist auf heutigen Instrumenten gespielt, und man hört sie selten auf historischen Instrumenten. Deshalb ist unser Saisonauftakt – bei dem neben dem Hammerklavier auch historische Rohrblattinstrumente zu hören sind – meiner Meinung nach schon etwas ganz Besonderes.“

Die historischen Tasteninstrumente stellt der Delmenhorster Sammler Pooya Radbon zur Verfügung, erzählt Champollion: „Er besitzt originale Klaviere aus dem 18. und 19. Jahrhundert und hatte für ein Konzert von Sopranistin Dorothee Mields, Tenor Jan Kobow und Pianist Lucius Rühl im Sendesaal Bremen ein Instrument verliehen. Mields, die dem Gröpelinger Barock ja sehr verbunden ist, hat den Kontakt zu Herrn Radbon hergestellt. Unsere Reihe ist schließlich eine gute Gelegenheit, diese originalen Instrumente in Aktion zu zeigen.“ Das Beethoven-Konzert sei übrigens das „späteste“ Konzert der Reihe, ergänzt die Organisatorin: „In diesem Jahr haben wir eine Spannbreite von 400 Jahren.“ Am 29. Mai nämlich bringen Julla von Landsberg, Elodie Wiemer, Orí Harmelin und Szilárd Chereji in der Emmauskirche „Ars Subtilior“ zu Gehör. „Das“, so Champollion, „ist das Früheste, was wir jemals hatten. Die Ars subtilior stammt aus dem Spätmittelalter um 1400.“ Im Gepäck haben die vier Musiker dann unter anderem eine Viella, ein mittelalterliches Streichinstrument. Zu hören ist außerdem ein Organetto, eine kleine mittelalterliche Handorgel.

Am 26. Juni spielt ein sechsköpfiges Mandolinen-Ensemble italienische Konzertmusik aus dem 18. Jahrhundert, und am 31. Juli kommt der weltberühmte Lautenist Hopkinson Smith nach Gröpelingen. „Die Schola Cantorum Basiliensis, an der er seit Jahrzehnten als Professor für Lauteninstrumente unterrichtet, ist in der Szene die berühmteste Musikschule der Welt. Und Hopkinson Smith wiederum ist jemand, der Maßstäbe gesetzt hat – er ist einer der berühmtesten Lautenisten der Welt.“

Mit Daniel Sepec, Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ist am 30. Oktober außerdem ein hoch virtuoser Konzertgeiger in der Emmauskirche zu Besuch. Gemeinsam mit Pianistin Christine Schornsheim spielt er dann Sonaten für Hammerklavier und Violine von Carl Philipp Emanuel Bach. Aus dessen „Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen“ von 1753 stammt die Anweisung, die die beiden Musiker ihrem Auftritt als Motto entliehen haben: „Aus der Seele muß man spielen und nicht wie ein abgerichteter Vogel.“ „Das Motto finde ich gut – und das trifft es genau, wie er spielt“ sagt Elisabeth Champollion: „Er ist beseelt und geht ganz respektvoll mit der Musik um. Seine ganze Leidenschaft, Energie und Kraft gehen in den Ausdruck der Musik.“

Es gibt in dieser Saison in der Emmauskirche also wieder einige musikalische Entdeckungen zu machen – alte wie neue Nachbarn sind dabei ebenso herzlich willkommen wie Musikbegeisterte aus anderen Stadtteilen, betont Elisabeth Champollion.

Saisonauftakt 2016 des „Gröpelinger Barock“ ist am Sonntag, 24. April. Alle Konzerte finden um 16 Uhr in der Emmauskirche, Adelen-

straße 68, statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Nach dem Konzert sind alle Gäste zu einem Glas Sekt oder Saft in zwangloser Atmosphäre eingeladen. Das vollständige Programm ist unter www.groepelbarock.de zu finden. Informationen zu Pooya Radbons Sammlung historischer Tasteninstrumente unter www.fortepiano-collection.net.


Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 16 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Berichte aus den Bremer Stadtteilen
Sehen Sie in dieser Bildgalerie, wie facettenreich Bremens Stadtteile sind.
Was ist los in meiner Nachbarschaft? Welche Veranstaltungen finden in meinem Ortsteil statt und welche Debatten führen die Beiräte auf Stadtteilebene? Hier geht es zu den Inhalten des STADTTEIL-KURIER.
Entdecken Sie das historische Bremen
... die Teerhofinsel zu sehen.

Ob Bahnhof, Marktplatz, Weserstadion oder Schlachte: Das Bremer Stadtbild hat sich im Laufe der Zeit erheblich verändert. Wir berichten über vergessene Bauten, alte Geschichten und historische Ereignisse.

Leserkommentare
Gissmo am 23.10.2019 09:36
Danke für die konstruktive Antwort, man kann sich scheinbar ja doch noch ohne Beleidigungen hier im Kommentarbereich austoben, so machts doch allen ...
RalfBlumenthal am 23.10.2019 09:28
Was macht ein Ortsamtsleiter, der seinen Willen nicht bekommt ?
Er macht nichtöffentlich, was öffentlich gehört !
So geht das nicht, Herr ...
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Aktueller Mittagstisch in Bremen
Traueranzeigen
job4u - Das Ausbildungsportal
job4u - Das Ausbildungsportal

job4u ist die regionale Plattform, wenn es um Lehren und Lernen geht. Neben dem WESER-KURIER, der Handelskammer und der Handwerkskammer Bremen machen sich hiesige Firmen für junge Leute stark. 

Sonderthemen aus den Stadtteilen
Sonderthemen aus den Stadtteilen
Anzeige