Untersuchung noch nicht abgeschlossen Amokfahrt in Münster: Polizei findet Einschusslöcher im Tat-Auto

Jens R. hat sich nach seiner Amokfahrt in Münster selbst im Tatauto erschossen. Nun hat die Polizei in der Lehne und Sitzfläche der Rückbank Schusslöcher gefunden. Noch ist unklar, ob sie von R.s Waffe stammen.
18.04.2018, 16:36
Lesedauer: 1 Min
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Im Tatfahrzeug des Amokfahrers von Münster hat die Polizei drei weitere Projektile gefunden. Das geht aus einem Bericht von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) für den Innenausschuss des Landtags hervor, der am Donnerstag vorgestellt wird. Demnach hat die Spurensicherung in dem Fahrzeug drei Schusslöcher in der Lehne und Sitzfläche der Rückbank entdeckt. Polizeisprecher Andreas Bode teilte am Mittwoch mit, dass die Untersuchung des Landeskriminalamtes noch nicht abgeschlossen sei. Deshalb sei noch offen, ob die Projektile aus der Waffe des Amokfahrers Jens R. stammen.

Der 48-Jährige hatte sich selbst erschossen, nachdem er am 7. April mit seinem Campingbus in der Altstadt von Münster in eine Menschenmenge gerast war. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verletzt.

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Neun Tage vor der Tat hatte Jens R. am 29. März den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt Münster aufgesucht und ein Schreiben übergeben. Wie es in dem Bericht an den Innenausschuss heißt, ist die Auswertung dieses Schreibens noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben von Bode gibt es bislang keine Hinweise, dass städtische Mitarbeiter Fehler gemacht hätten und die Amokfahrt durch ihr Eingreifen hätte verhindert werden können. (dpa)

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