Gesundheit Bluthochdruck trifft auch jüngere Menschen

Wer jung ist, tut Kopfschmerzen oder Schwindel gerne ab. Doch solche scheinbar harmlosen Probleme können auf eine Hypertonie hindeuten. Es gibt gute Gründe, dies abklären zu lassen.
18.01.2021, 05:00
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Von Tom Nebe

Auch junge Menschen können bereits Bluthochdruck entwickeln. Deshalb sollten sie entsprechende Warnzeichen dafür ernst nehmen, darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aufmerksam. Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel zählten zu den Beschwerden, die ein erstes Anzeichen sein könnten. Bei einem stark erhöhten Blutdruck könnten plötzliche Schmerzen im Oberkörper, starkes Herzklopfen oder Atemnot unter Belastung auftreten, warnt die medizinische Fachgesellschaft.

Das Problem sei, dass Bluthochdruck häufig sehr lange unentdeckt oder unbehandelt bleibe und in dieser Zeit bereits in vielen Fällen Organe geschädigt würden, teilt die DGIM mit. Darum ist es nach Angaben der Fachgesellschaft wichtig, mögliche Symptome nicht abzutun und idealerweise regelmäßig den Blutdruck selbst zu prüfen oder von Fachkräften messen zu lassen.

Eine arterielle Hypertonie, wie Bluthochdruck in der Fachsprache heißt, sei gerade unter sportlichen jungen Menschen die häufigste internistische Erkrankung, betont der DGIM-Vorsitzende Sebastian Schellong. Er empfiehlt, entsprechende Symptome und mögliche Ursachen für Bluthochdruck frühzeitig abklären zu lassen. Die Folgen der Erkrankung machten sich oft erst später im Leben bemerkbar, laut der Fachgesellschaft vorwiegend ab dem 50. Lebensjahr. Dazu gehörten unter anderem eine Herzschwäche, Schlaganfälle oder Nierenleiden.

Bei Vorbeugung und Behandlung werde zunächst oft versucht, den Bluthochdruck mit einer Änderung des Lebensstils in den Griff zu bekommen. Stichworte dafür sind Abbau von Übergewicht, sportliche Aktivität und gesunde Ernährung. Sei dies nicht erfolgreich, könnten auch Medikamente zum Einsatz kommen. Als Grenzwert für Hypertonie gilt in Europa ein Blutdruck im Ruhezustand von 140 zu 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Aber auch schon unter dieser Schwelle könne man sagen, dass mit höherem Blutdruck das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall steigen, teilt die medizinische Fachgesellschaft mit.

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