Planung wegen Corona schwierig

So steht es um die Weihnachtsmärkte in Bremen und Niedersachsen

Planungen für große Veranstaltungen sind in diesem Jahr coronabedingt schwierig. Die Veranstalter der Weihnachtsmärkte in Niedersachsen und Bremen gehen unterschiedlich mit der Unsicherheit um.
05.08.2020, 09:47
Lesedauer: 2 Min
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So steht es um die Weihnachtsmärkte in Bremen und Niedersachsen

Der Weihnachtsmarkt auf dem Bremer Marktplatz lockte im vergangenen Jahr wieder viele Besucher an.

dpa

An Weihnachten denken mitten im Sommer die wenigsten. Doch in den Kommunen laufen jetzt schon die Planungen für die Weihnachtsmärkte, sofern das in Corona-Zeiten möglich ist. Bis 31. Oktober sind größere Veranstaltungen in Bremen und Niedersachsen vorerst verboten. Muss anschließend auch des gesellige Beisammensein zwischen Holzbuden bei Glühwein und Tannenduft ausfallen? Oder fallen die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr einfach nur eine Nummer kleiner aus? Fragen, die die Organisatoren in den Städten schon jetzt beschäftigen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

In BREMEN wird laut den Organisatoren schon der Versand der Zulassungsbescheide an die Standbetreiber vorbereitet. Diese Bescheide seien allerdings mit einer Klausel versehen, falls es rechtlich nicht möglich sein wird, die Veranstaltung zu starten.

„Zurzeit wird mit einer Durchführung des Weihnachtsmarktes, wenn auch unter coronakonformen Bedingungen, geplant“, sagte die Sprecherin der Stadt OSNABRÜCK, Anell Schulz. Derzeit werde überlegt, wie man die Fläche des Marktes vergrößern kann, damit Abstände gewahrt bleiben können. Auch eine früherer Starttermin werde geprüft, um den hohen Besucherandrang zu entzerren.

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In HANNOVER ist noch völlig unklar, ob es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt geben wird. Es hänge davon ab, wie sich die Pandemie und die entsprechenden Regelungen entwickeln, sagte ein Sprecher. Der Markt in der Landeshauptstadt gehört mit knapp zwei Millionen Besuchern zu den größten Niedersachsens. Ähnlich sieht es in GÖTTINGEN aus. Wann entschieden wird, ob der Weihnachtsmarkt ausfällt, steht laut Aussage der Stadt noch nicht fest.

Auch in OLDENBURG ist laut einer Sprecherin der Stadt noch nicht klar, ob der Lamberti-Markt stattfinden könne. Zusammen mit dem Schaustellerverband arbeite man an verschiedenen Varianten und Vorkehrungen.

In BRAUNSCHWEIG zweifeln die Organisatoren bisher nicht daran, dass es auch in diesem Jahr einen Markt geben wird. „Wir bereiten den Braunschweiger Weihnachtsmarkt zunächst wie in den Vorjahren vor“, hieß es. Die Überlegungen für ein verändertes Konzept seien bisher noch sehr abstrakt, da es dafür noch keine rechtliche Grundlage gebe.

Konkrete Pläne, wie ein Weihnachtsmarkt unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygienevorschriften aufgebaut werden kann, gibt es bereits in HILDESHEIM. So soll es beispielsweise größere Abstände zwischen den Ständen und großzügige Warte- und Aufenthaltsbereiche geben. Außerdem sollen Hinweisschilder und Bodenmarkierungen die Besucher für Abstände sensibilisieren.

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Auch auf Schloss BÜCKEBURG denken die Organisatoren schon an die Vorweihnachtszeit. Beim beliebten Weihnachtszauber gab es schon immer Einlasskontrollen. „Wir können das hier ein bisschen besser regeln als andere Weihnachtsmärkte“, sagte Organisator Alexander Perl. Überlegt werde, Karten nur online und in einem kleineren Kontingent zu verkaufen. Grundsätzlich geht Perl davon aus, das der Weihnachtmarkt stattfinden wird.

Auch die Planungen für den Weihnachtmarkt in der Autostadt in WOLFSBURG laufen an. „Natürlich werden wir uns was einfallen lassen zur Weihnachtszeit“, sagte Pressesprecherin Anja Kraß. Auf den großen Freiflächen auf dem Gelände könne die Einhaltung der Mindestabstände gewährleistet werden.

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