Fast 16 Kilogramm Nutella für einen Fußball

Bremer Verbraucherschützer kritisieren WM-Aktion von Ferrero

15,75 Kilogramm Nutella müssten Fußball-Fans kaufen, um einen Ball mit den Unterschriften der Nationalmannschaft zu ergattern. Bremer Verbraucherschützer kritisieren die Ferrero-Aktion.
24.05.2018, 11:34
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Bremer Verbraucherschützer kritisieren WM-Aktion von Ferrero
Von Patrick Reichelt
Bremer Verbraucherschützer kritisieren WM-Aktion von Ferrero

84 Stück Würfelzucker stecken in einem Glas Nutella.

Verbraucherzentrale Bremen

Die Weltmeisterschaft in Russland ist nicht nur eines der größten Sportereignisse, sondern auch eine der größten Werbeveranstaltungen der Welt. Wie bei fast jedem großen Turnier wirbt auch das Nutella-Unternehmen Ferrero im Vorfeld mit WM-Prämien, sofern man genug ihrer Schokoriegel und Brotaufstriche kauft. Der Verbraucherschutz Bremen kritisiert die Aktion: "Aus unserer Sicht handelt Ferrero verantwortungslos", sagt Annabel Oelmann, Vorstandsmitglied.

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Aktion erinnert an die EM

Die Prämien der WM-Aktion von Ferrero reichen von einem Fußball mit den Unterschriften der Nationalmannschaft für 70 Punkte bis hin zu einem Bluetooth-Kopfhörer für 90 Punkte. Die Punkte können Kunden über den Kauf bestimmter Produkte sammeln. Für ein 450-Gramm-Glas Nutella gibt es beispielsweise zwei Punkte, genauso für einen Zehnerpack Duplo. Um den Fußball zu bekommen müsste man demnach 15,75 Kilogramm Nutella kaufen; für den Kopfhörer sogar noch deutlich mehr. In einem 450-Gramm-Glas Nutella sind laut den Verbraucherschützern 84 Stück Würfelzucker enthalten. Die Aktion erinnere zudem stark an die vor zwei Jahren zur EM.

"Übergewicht massives Problem"

„Auch an Ferrero dürfte der Ernährungsstatus vieler Kinder und Jugendlicher nicht vorbeigegangen sein. Übergewicht ist hier ein massives Problem – mit noch nicht absehbaren Folgen für unser Gesundheitssystem. Mit solchen Kampagnen fördert der Hersteller diese Entwicklung geradezu", sagt Oelmann.

Ferrero wollte telefonisch zum jetzigen Zeitpunkt kein Statement zu den Vorwürfen abgeben.

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