Bauarbeiten Brückenabrissarbeiten auf A7: Wenig Stau im Berufsverkehr

Statt Autos rollen Bagger und Baumaschinen über die A7 in Hamburg. Nördlich und südlich des Elbtunnels laufen die Arbeiten zur Erweiterung der Autobahn auf Hochtouren. Die meisten Autofahrer haben sich mit der Vollsperrung arrangiert. Montag ist wieder freie Fahrt.
18.11.2022, 07:27
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Trotz Vollsperrung der Autobahn 7 wegen Brückenabrissarbeiten ist das befürchtete Verkehrschaos in Hamburg ausgeblieben. Die Lage sei relativ unauffällig, hieß es am Freitag von der Verkehrsleitzentrale. Am Nachmittag stauten sich die Fahrzeuge auf der als Ausweichroute empfohlenen A1 in Richtung Bremen auf rund sechs Kilometern. Auch auf den innerstädtischen Umleitungsstrecken zu den Elbbrücken sei das Verkehrsaufkommen etwas größer als sonst gewesen. Bereits am Freitagmorgen war es nur zu geringen Verkehrsbehinderungen gekommen.

„Viele Autofahrer scheinen tatsächlich auf den Rat gehört zu haben, heute die Fahrt nach Hamburg mit dem Auto zu unterlassen“, sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle. Ein weiterer Grund für die vergleichsweise entspannte Lage könne auch das Wetter sein. Die Temperaturen lagen bei etwa 1 Grad Celsius.

„Es läuft sehr gut, wir sind positiv überrascht“, sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH Nord. Der Abbruch der drei Brücken nördlich des Elbtunnels verlaufe planmäßig. Nach der Sperrung der A7 von Hannover nach Flensburg am Donnerstagabend sei das Baufeld vorbereitet worden. Am Freitagmorgen habe der Abriss pünktlich begonnen. Die Sperrung der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Volkspark und -Waltershof sollte am Freitagabend (22.00) bis Hamburg-Heimfeld ausgedehnt werden. Die Strecke soll erst am Montagmorgen gegen 5.00 Uhr wieder freigegeben werden.

Der überregionale Verkehr zwischen Hannover und Flensburg soll die Vollsperrung großräumig über die A1 (Bremen-Lübeck), A21 (Bargteheide-Bad Segeberg) und die B205 (Bad Segeberg-Neumünster) umfahren. Innerstädtisch führen die Umleitungen über die Elbbrücken. Die A7 gehört zu den meistbefahrenen Autobahnen in Deutschland. Rund 120.000 Fahrzeuge passieren täglich den Elbtunnel.

Die drei Brücken über der A7 müssen abgerissen werden, weil die Autobahn von sechs auf acht Spuren erweitert wird und im Bereich Altona einen gut zwei Kilometer langen Lärmschutzdeckel bekommt. Zwei der Überführungen wurden bereits im März vergangenen Jahres zur Hälfte abgerissen. Nun wird jeweils die zweite Hälfte abgebrochen. Eine kleinere Brücke im Stadtteil Bahrenfeld wird ebenfalls zurückgebaut und durch eine provisorische Konstruktion für Radfahrer und Fußgänger ersetzt.

Südlich des Elbtunnels wird die A7 ebenfalls auf acht Spuren erweitert. Die beiden neuen Spuren werden zwischen die beiden Fahrbahnen gesetzt, die auf einer etwa vier Kilometer langen Strecke durch die Elbmarsch auf Stelzen ruhen. Zu dem Projekt gehört auch die Erneuerung der Tunnelrampe. Außerdem entsteht bei Hamburg-Moorburg ein neues Autobahnkreuz, das die A7 mit der neuen A26 aus Niedersachsen verbinden wird.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+