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Kommentar zum Streit über die AfD-Sitzordnung
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Ungeliebte Neulinge im Parlament

Norbert Holst 05.10.2017 0 Kommentare

Über die Sitzordnung im Bundestag sind sich die Parteien nicht einig.
Über die Sitzordnung im Bundestag sind sich die Parteien nicht einig. (dpa)

Gar nicht so einfach, die Sache mit der Sitzordnung. Für die anderen Fraktionen sind die AfD-Kollegen so etwas wie die Schmuddelkinder des Parlaments. Politisch nicht unkorrekt wären Sitze rechts von der Union. Doch an der Nachbarschaft zur AfD haben CDU und CSU kein gesteigertes Interesse. Sie wollen auch optisch auf Distanz zu den Neulingen gehen. Also, so der Plan im Vor-Ältestenrat, setzt man die AfD auf Rechtsaußen, dann käme die FDP, daneben die Union – wie es schon bis 2013 der Fall war.

Doch die Liberalen fremdeln mit diesem Vorschlag. Sie wollen in der Mitte zwischen den Grünen und der CDU Platz nehmen. Das sei eine Frage von „großer symbolischer Bedeutung“. Im Wahlkampf allerdings hatte die FDP kritisiert, dass es keine größeren Unterschiede mehr zwischen Union, SPD und Grünen gebe. Also warum, müssen sich die Freien Demokraten nicht ohne Süffisanz fragen lassen, wolle man jetzt ausgerechnet zwischen diesen Parteien sitzen? 

Das Hickhack zeigt: Der Umgang mit den Neuen im Parlament will erst noch gelernt sein. Im Internet hält sich das Mitleid mit den Altparteien denn auch in Grenzen. Von „Kasperletheater“ ist die Rede und ob es denn keine wichtigeren Probleme gebe? Aber es gibt auch pragmatische Vorschläge. Etwa: „So, wir losen jetzt einfach die Sitzreihenfolge aus.“

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