Studie analysiert angebliche Beweise Chemtrails - wirklich nur Kondensstreifen?

Gibt es Chemtrails? Oder sind es nur Kondensstreifen von Flugzeugen? Amerikanische Wissenschaftler haben nun die angeblichen Beweise von Verschwörungstheoretikern geprüft.
17.08.2016, 09:56
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Chemtrails - wirklich nur Kondensstreifen?
Von Nikolai Fritzsche

Gibt es Chemtrails? Oder sind es nur Kondensstreifen von Flugzeugen? Amerikanische Wissenschaftler haben nun die angeblichen Beweise von Verschwörungstheoretikern geprüft.

Die weißen Streifen hoch oben am Himmel sind für die meisten Menschen schlicht Kondensstreifen, die von Flugzeugen hinterlassen werden. Doch die Theorie, dass es sich bei den Streifen um sogenannte Chemtrails handelt, hat weltweit viele Anhänger. Die Verschwörungstheoretiker glauben, dass die Streifen Rückstände von Chemikalien enthalten, die Regierungen oder Konzerne in den Himmel sprühen, um das Wetter oder das Bevölkerungswachstum zu kontrollieren.

Wissenschaftler der University of California haben angebliche Beweise von Chemtrails-Fans geprüft. Dabei handelt es sich um Fotos, die im Internet als Belege für die Existenz von Chemtrails kursieren. Sie schickten die Fotos an 77 Atmosphärenforscher, deren Fachgebiete Atmosphärische Chemie, Biogeochemie und die Ablagerung von Schadstoffen in der Luft sind.

Das Ergebnis: Die Forscher fanden in jedem einzelnen Fall eine physikalische Erklärung für die Streifen - Gift kommt in den Erklärungen nicht vor.

Dem Ergebnis der Studie zufolge entstehen Kondensstreifen, weil in dem Wasserdampf, der aus der Flugzeugturbine kommt, kondensiert und gefriert, auch Chemikalien aus dem Treibstoff Kerosin enthalten sind. Diese sorgen dafür, dass sich je nach Flugzeugtyp und Luftfeuchtigkeit ganz verschieden aussehende Streifen bilden.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+