Kommentar

Coronavirus: Die Behörden sind gut vorbereitet

Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, so die Befürchtung vieler Menschen, könnten auch in Europa zum Problem werden. Behörden und Mediziner sind jedoch für solche Fälle gewappnet, meint Jürgen Wendler.
27.01.2020, 19:16
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Coronavirus: Die Behörden sind gut vorbereitet
Von Jürgen Wendler
Coronavirus: Die Behörden sind gut vorbereitet

Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben.

Christophe Gateau/dp

Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-­Instituts etwa 25 000 Menschen das Leben gekostet. Dem neuartigen Coronavirus sind in China bislang ungefähr 80 Menschen zum Opfer gefallen. Dass zudem in Frankreich und Nordamerika mehrere Infektionen mit diesem Virus nachgewiesen wurden und es nun auch in Bremen einen Verdachtsfall gibt, liefert allen Grund, den Erreger auch hierzulande sehr ernst zu nehmen. Zu übertriebener Angst oder gar Panik besteht gleichwohl kein Anlass. Vielleicht hilft der Vergleich mit den Grippetoten, sich dies bewusst zu machen.

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Der neuartige Erreger erinnert an das Coronavirus, das 2002/2003 die Atemwegskrankheit SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) verursachte. Damals starben weltweit etwa 1000 Menschen. Durch Isolierung von Betroffenen gelang es, die Krankheitswelle zu stoppen. Zweifel an der Fähigkeit des medizinischen Fachpersonals, auch das neue Problem einzudämmen, erscheinen unangebracht. Gleiches gilt für die Einschätzung des Robert Koch-Instituts, dass das Risiko für die deutsche Bevölkerung gering sei.

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