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Am 15. Februar erscheint Roman 3000
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Perry-Rhodan-Serie feiert galaktisches Jubiläum

Michael Rabba 05.02.2019 0 Kommentare

Perry Rhodan ist die weltweit größte Science-Fiction-Serie und die längste fortlaufende Roman-Handlung der Literaturgeschichte.
Perry Rhodan ist die weltweit größte Science-Fiction-Serie und die längste fortlaufende Roman-Handlung der Literaturgeschichte. (Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt/ Illustration: Johnny Bruck)

Er war der erste Mann auf dem Mond, er hat die Menschheit geeint und zu den Sternen geführt, er hat es mit kosmischen Mächten aufgenommen – und er ist potenziell unsterblich. Science-Fiction-Fans wissen spätestens jetzt, dass von Perry Rhodan die Rede ist. Und damit von einem wahrhaft galaktischen Helden der Literaturgeschichte.

Seit September 1961 erlebt der „Erbe des Universums“ wöchentlich in rund 63 Seiten umfassenden Romanheften Abenteuer im All. Mithin steht jetzt ein ganz besonderes Jubiläum im Pabel-Moewig-Verlag in Rastatt an, Rhodans Stützpunkt auf Terra:  Am 15. Februar erscheint Romanheft 3000.

Der Jubi-Roman mit Glanzumschlag und umlaufendem Titelbild markiert einen inhaltlichen Neubeginn, der auch neue Leserschaften anziehen soll. Denn die Handlung der Romane ist seit dem Start zwar fortlaufend, dabei aber in Abschnitte, Zyklen, eingeteilt. Und die erlauben jeweils zu Beginn einen Einstieg ohne große Vorkenntnisse. Offene Fragen lassen sich zudem schnell klären – im Internet gibt es eine „Perrypedia“ mit umfassenden Informationen zum "Perryversum".

"Mythos Erde" 

„Mythos Erde“ lautet der Titel von Band 3000. Verfasst wurde der Roman von Wim Vandemaan und Christian Montillon. Sie steuern die grobe Handlung der Serie bereits seit einigen Jahren mit Exposés. Im Fandom werden sie liebevoll „Expokraten“ genannt - in Anlehnung an die Kosmokraten, hohe Mächte, die in der Serie hinter den „Materiequellen“ die Geschicke des Universums leiten.

Wer sich mit Rhodan in die unendlichen Weiten begibt,  bekommt es mit jeder Menge phantastischer Technik zu tun. Da düsen super-überlichtschnelle kugelförmige Raumschiffe bis in Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien. Da tummeln sich bizarre Außerirdische, biologisch-robotische Zivilisationen und geheimnisvolle "Superintelligenzen". Eine davon, „ES“,  hat Perry und einigen Mitstreitern sogenannte Zellaktivatoren verliehen, die den Alterungsprozess aufhalten. Tolle Sache, aber ohne diese Wundergeräte hätte es der Titelheld und damit die Serie wohl kaum bis Band 3000 geschafft.

Bescheiden zu Beginn

An solche Dimensionen glaubten die Schöpfer Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton aber sowieso nicht, als im September 1961 der erste Perry-Rhodan-Roman „Unternehmen Stardust“ erschien. Autoren und Verlag gingen von vielleicht 30 Romanen aus.

Doch die Story um den amerikanischen Astronauten, der mit der Rakete „Stardust“ auf den Mond fliegt (in der Handlungszeit im Jahr 1971), dort ein gestrandetes Raumschiff der außerirdischen Arkoniden entdeckt und mit Hilfe deren an Magie grenzender Technik die Menschheit eint und die „Terraner“ ins All führt, hatte großen Erfolg. Und so stieß Perry Rhodan bald in neue Welten weit jenseits von Band 30 vor.

Von martialisch zu humanistisch

Die Handlung spiegelt dabei das Zeitgeschehen.  Zu Beginn ging es vor dem Hintergrund des Kalten Krieges deshalb martialisch und militärisch zu.  Perry Rhodan als „Großadministrator“ an der Spitze einer „Dritten Macht“ und später des "Solaren Imperiums" sowie jede Menge Raumschlachten brachten der Serie den Vorwurf faschistoider Tendenzen ein. Doch das ist Lichtjahre her, das Imperium wich der "Liga Freier Galaktiker", einer Art Milchstraßen-UN, und Perry Rhodan hat sogar ein Friedensbündnis mehrerer Galaxien zum Ziel.

In Band 3000 kehrt Perry Rhodan in eine Milchstraße zurück, in der die Erde nur noch ein Mythos ist.
In Band 3000 kehrt Perry Rhodan in eine Milchstraße zurück, in der die Erde nur noch ein Mythos ist. (Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt / Illustration: Arndt Drechsler)

Insbesondere der Autor William Voltz sorgte bis zu seinem Tod 1984 für eine stärker humanistisch geprägte Ausrichtung der Serie. Fast schon philosophische Fragestellungen nach der Rolle der Menschheit im Universum, auf jeden Fall eine Menge „Sense of Wonder“ sind bis heute wichtige Bestandteile der Rhodan-Abenteuer.

Nebenserien, Bücher und Neo

Neben den 3000 Serienheften, die es auf gut 180.000 Seiten bringen, sind bislang mehrere hundert Bände in Nebenserien erschienen, die im selben Universum spielen. Die wöchentlichen Romane werden seit September 1978 nach und nach in Buchform veröffentlicht ("Silberbände"), die Serie erlebte mehrere Neuauflagen, es gibt Comics, Hörspiele und alle Romane auch als E-Book, Hörbuch sowie in vielen Übersetzungen rund um den Globus, pardon Terra. Rund eine Milliarde Rhodan-Romane sind weltweit verkauft worden, rechnet der Verlag vor. Zum 50-jährigen Bestehen der Serie wurde mit Perry Rhodan Neo zudem eine Neuerzählung der Classic-Zyklen gestartet, die sich inzwischen dem Band 200 nähert.

"Geistreicher" Mausbiber

Identifikationsfiguren neben Rhodan sind unter anderem sein Astronauten-Kollege der ersten Stunde Reginald „Bully“ Bull, der Arkonide Atlan und ein putziges Alien namens Gucky, das an einen Mix aus Maus und Biber erinnert, Gedanken lesen sowie sich kraft seines Geistes von einem Ort an einen anderen versetzen und Gegenstände bewegen kann. Auch sie haben Zellaktivatoren, versteht sich.

Der erste Perry Rhodan-Roman erschien im September 1961. Seitdem erlebt der
Der erste Perry Rhodan-Roman erschien im September 1961. Seitdem erlebt der "Erbe des Universums" jede Woche ein Abenteuer. (Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt)

Fast 58 Jahre Perry Rhodan: Die von einem Team verfasste Serie (derzeit sind es elf Autorinnen und Autoren) sei „schon lange der größte Roman-Kosmos der Welt“, sagt Katrin Weil vom Marketing. Und sie will es noch lange bleiben. Mit Band 3000 starte Perry Rhodan noch einmal „richtig durch“, betont Chefredakteur Klaus N. Frick. Die Handlung spielt in einer „fernen Zukunft“, in der Rhodan „nach einer gefährlichen Reise durch Raum und Zeit“ in die heimatliche Milchstraße zurückkehrt. In der die Erde „nur ein Mythos ist“.

Andreas Eschbach schrieb Vorgeschichte

Im Fandom wird der Roman sehnsüchtig erwartet, eine Jubi-Feier im Literaturhaus München war ruckzuck ausverkauft. Um Rhodan haben sich viele Clubs gebildet, es gibt zahlreiche Fanzines und Facebook-Gruppen, in denen über die Handlung lebhaft diskutiert und über die kommenden Abenteuer spekuliert wird. Meist begleitet vom Gruß „ad Astra“, „zu den Sternen“.

Nach dem Erscheinungstag von Band 3000 steht noch ein besonderer Termin im Rhodan-Universum an: Am 27. Februar kommt ein 848 Seiten starker Roman des bekannten deutschen Schriftstellers Andreas Eschbach ("Das Jesus-Video") heraus, in dem die Vorgeschichte bis zu Rhodans Mondflug erzählt wird. Eschbach hat bereits mehrere Romane für die Serie verfasst. Der Titel seines Wälzers passt zum Serienjubiläum: „Perry Rhodan – Das größte Abenteuer“. 


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Leserkommentare
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...
tommi24 am 21.10.2019 17:33
Das Klimapaket ist geschnürt!

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