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„Polizeiruf 110"-Kritik: „Kindeswohl“

Silke Hellwig 05.04.2019 0 Kommentare

Die Spuren im aktuellen Fall führen die Ermittler Katrin König und Alexander Bukow bis nach Polen.
Die Spuren im aktuellen Fall führen die Ermittler Katrin König und Alexander Bukow bis nach Polen. (Christine Schroeder)

Es gibt einige Sonntagabend-Ermittler, die sind, was man gemeinhin eine sichere Bank nennt. Kein verquastes Drehbuch könnte ihnen etwas anhaben, keine sonderbare Inszenierung ihre Leistung nachhaltig trüben. Dazu gehören unbedingt die Rostocker Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner). Beide Darsteller (sowie ihr Chef und ihre übrigen Kollegen) haben eine Ausstrahlungskraft, die vieles vergessen lässt. Allerdings war übermäßiges Vergessenmüssen bislang kaum nötig: Die Rollen als gebrochene, selbstzweiflerische und konfliktfreudige Einzelgänger werden vom NDR konsequent fortgeschrieben, auf Experimente wird verzichtet – ein wahrer Glücksfall.

Dem tut auch die Folge „Kindeswohl“ (Sonntag, ARD, 20.15 Uhr) keinen Abbruch. Das gewählte Thema ist anspruchsvoll: Die Episode dreht sich um Auswüchse staatlicher Jugendhilfe bei der Unterbringung von Heranwachsenden außerhalb ihrer Familien. Die Ermittler treten auf den Plan, als der Leiter einer privaten Jugendhilfeeinrichtung mitten im Wald tot aufgefunden wird. Sie stoßen auf fragwürdige Praktiken. Bukows Sohn und dessen Freund (Junis Noreick) spielen im Fall eine Rolle, Bukow wird suspendiert. Das hindert ihn selbstverständlich nicht daran, sich in die Ermittlungen einzumischen, die nach Polen führen.

Für manchen "Tatort"-Fan gilt der "Polizeiruf 110" als Krimi zweiter Wahl. Dass die einstige reine Ost-Reihe sich aber keinesfalls hinter der Kult-Fernsehsendung verstecken muss, beweist an diesem Sonntag in der ARD mal wieder der neue Fall aus Rostock.
In "Zwischen den Welten" sucht das Team Bukow (Charly Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau) nach dem Mörder der schönen Jura-Studentin Julia.
Zur Frauenleiche im Wald hat ihn das traumatisierte Kind der Ermordeten geführt.
Bukow und seine toughe Kollegin König stochern im Nebel und machen das Naheliegende...
Fotostrecke: "Polizeiruf 110" aus Rostock: "Zwischen den Welten"

Regie führte dieses Mal Lars Jessen, der auch in die Arbeit am Drehbuch eingebunden war, neben Christina Sothmann und Elke Schuch. Das Trio bedient manches Klischee, zugegeben. Es verantwortet aber dennoch eine düstere, beklemmende und atmosphärisch dichte Episode, die nicht allein, sondern auch von der Präsenz ihrer Hauptfiguren lebt.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...
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