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„Tatort"-Kritik: „Das verschwundene Kind“

Iris Hetscher 02.02.2019 0 Kommentare

Die 15-jährige Julia und ihr Neugeborenes Kind verschwinden. Kommissarin Lindholm und ihre neue Partnerin Schmitz ermitteln in Göttingen.
Die 15-jährige Julia und ihr Neugeborenes Kind verschwinden. Kommissarin Lindholm und ihre neue Partnerin Schmitz ermitteln in Göttingen. (Christine Schroeder/ARD/NDR/dpa)

Ein Sonnenschein wird aus dieser Frau nicht mehr: Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ist kaum in Göttingen angekommen, da fährt sie auch gleich schon alle Arroganz auf, zu der sie fähig ist, und das will ja was heißen. Die LKA-Ermittlerin ist strafversetzt zur Mordkommission der südniedersächsischen Stadt, weil sie den „Fall Holt“ zuvor so richtig verbockt hat. „Nächste Woche bin ich hier schon wieder weg“, bescheidet sie ihrem neuen Chef trotzdem schnippisch.

Kaum ist Lindholm also da, steht sie schon in einer heruntergekommenen Turnhallen-Umkleide, deren Boden und Wand­kacheln mit Blut besudelt sind und lernt, dass sie nicht die einzige Alphafrau im Kommissariat ist. Anaïs Schmitz (Florence Kasumba) hat mindestens genauso viel drauf, ist ähnlich tough und eminent schlagfertig. Beide suchen in „Das verschwundene Kind“ (ARD, Sonntag, 20.15 Uhr) nach der 15-jährigen Julia und dem Säugling, den die Schülerin in der Umkleide zur Welt gebracht hat. Manchmal suchen sie sogar gemeinsam.

Der Fall ist dabei weit mehr als nur ein Vehikel, damit das neue Team sich zusammenraufen kann. Er ist vor allem angenehm unaufgeregt inszeniert, trotz des schwierigen Themas: Der Säugling wird tot in einer Mülltonne gefunden (Buch: Franziska Buch, Jan Braren, Stefan Dähnert; Regie: Franziska Buch). Lindholm und Schmitz haben mehrere Männer in Verdacht, der Vater von Julias Baby zu sein: einen Lehrer, einen Mitschüler, schließlich ihren Vater, dem  das Drehbuch die meisten Facetten zugesteht. Die Auflösung ist tragisch, birgt aber einen Hoffnungsstreif. Auch für Lindholm und Schmitz übrigens, die ein wirklich sehr cooles Team werden können. Wenn, ja wenn künftige Drehbuchschreiber sich entscheiden, auf die gekünstelt wirkenden Szenen rund um das Privatleben der beiden zu verzichten.


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Leserkommentare
theface am 18.10.2019 20:54
Das kann so nicht stimmen, sonst wären SPD und Grüne ja nicht mehr in der Landesregierung.
Opferanode am 18.10.2019 20:48
Ich hatte die gleiche Frage. Aber eine vernünftige Antwort würde mir besser gefallen, als so schulmeisterlich daherzukommen, mit der Aufforderung, ...
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