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Präsidentenwahl in der Ukraine
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Abgewählter Poroschenko redet von Rückkehr

23.04.2019 0 Kommentare

Der Schauspieler und Polit-Neuling Wolodymyr Selenskyj (hier mit seiner Frau Olena Selenska) gewann die Stichwahl in der Ukraine mit rekordhaften 73 Prozent.
Der Schauspieler und Polit-Neuling Wolodymyr Selenskyj (hier mit seiner Frau Olena Selenska) gewann die Stichwahl in der Ukraine mit rekordhaften 73 Prozent. (Sergei Grits/AP/dpa)

Nach seiner Schlappe bei der Präsidentenwahl in der krisengeschüttelten Ukraine strebt der abgewählte Staatschef Petro Poroschenko eine baldige Rückkehr ins höchste Amt an. "Gemeinsam bereiten wir uns auf den Sieg bei den nächsten Parlamentswahlen vor, gemeinsam kehren wir nach den nächsten Präsidentschaftswahlen ins Präsidialamt zurück", sagte er vor Hunderten Anhängern in Kiew.

Bei der Abstimmung war der Komiker Wolodymyr Selenskyj für die nächsten fünf Jahre zum Präsidenten gewählt worden. Er erhielt am Dienstag die ersten Glückwünsche aus Moskau.

Rekordhaftes Ergebnis

Zwei Tage nach der Abstimmung stellte die Zentrale Wahlkommission am Dienstag das vorläufige Ergebnis fest. Demnach gewann der Schauspieler und Polit-Neuling Selenskyj die Stichwahl mit rekordhaften 73 Prozent. Poroschenko erlitt mit nur rund 24 Prozent eine dramatische Niederlage. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,37 Prozent - etwas weniger als bei der ersten Abstimmung vor drei Wochen. Das amtliche Endergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet.

Auch nach dem Wahlsieg gab Selesnkyj keine Kommentare zur seiner politischen Agenda. Ukrainische Journalisten sahen den 41-Jährigen beim Joggen in der Nähe des Parlaments.

Die Amtseinführung des mit 41 Jahren bislang jüngsten Präsidenten der Ukraine muss bis zum 3. Juni erfolgen. Im Herbst ist die Parlamentswahl in dem in die EU strebenden Land geplant.

Gouverneur tritt zurück

Aus Solidarität zu Poroschenko reichte am Dienstag der wichtige Gouverneur des Gebiets Transkarpatien an der Grenze zur EU vorzeitig seinen Rücktritt ein. Zuvor hatten sowohl die Regierungschefs des Gebiets Lwiw im Westen als auch vom Gebiet Mykolajiw am Schwarzen Meer ihre Ämter niedergelegt.

Der Künstler Selenskyj, der bisher den Präsidenten in einer Comedy-Serie spielte, steht wie der scheidende Amtsinhaber Poroschenko für einen prowestlichen Kurs des Landes.

Glückwünsche zum neuen Amt erhielt der neue Präsident vom Moskauer Patriarchen Kirill, der zugleich zur Überwindung des Kirchenstreits aufrief. Selenskyj habe die historische Chance, das ukrainische Volk zu einen und Konflikte in dem Land zu überwinden, schrieb das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche einer Mitteilung zufolge. Die russische Politik hielt sich mit Glückwünschen zunächst zurück.

Er hoffe aufrichtig, dass unter Selenskyj die Diskriminierung der Christen der Ukrainisch-orthodoxen Kirche aufhöre, wurde Kirill von seinem Pressedienst zitiert. Die Kirche gehört zum Moskauer Patriarchat und beklagt seit Monaten Druck von staatlicher Seite, sich etwa einen neuen Namen zuzulegen.

Unterdessen befürworten die USA einen Dialog zwischen Russland und der Ukraine. Der Sonderbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Kurt Volker, sagte amerikanischen Medien zufolge, beide Länder müssten direkte Verhandlungen führen. Es sei gut, wenn Selenskyj mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen wolle. (dpa)


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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