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Kommentar über Rot-Grün-Rot
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Die SPD blickt auf Bremen

Norbert Holst 11.06.2019 6 Kommentare

Blickt auch auf Bremen: die SPD-Spitze in Form von Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer
Blickt auch auf Bremen: die SPD-Spitze in Form von Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer. (Bernd von Jutrczenka/dpa)

Bremen als politisches Labor für den Rest der Republik? Parteipolitisch ist das gar nicht mal so falsch. 1979 haben die Grünen erstmals im Zwei-Städte-Staat den Sprung in ein Landesparlament geschafft. Von 1991 bis 1995 stellte eine damals noch recht gewöhnungsbedürftige Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP den Senat. Und 2007 gelang es den Linken, zuerst in Bremen in ein westdeutsches Landesparlament einzuziehen. Und nun Rot-Grün-Rot – auch dieses Format gäbe es erstmals in einem der alten Länder.

Dabei schien R2G längst tot. Durch die anhaltende Schwäche der SPD war ein Linksbündnis weit weg von einer Mehrheit. Erst der Hype um die Grünen lässt manche Politiker wieder hoffen. Vor allem auf Seiten der SPD, wo einflussreiche Leute wie Malu Dreyer, Karl Lauterbach, Ralf Stegner und Generalsekretär Lars Klingbeil von der rot-rot-grünen Option im Bund träumen. Das zeigt zunächst einmal eines: den furchtbaren Grad der Verzweiflung in der SPD.

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Wirklich realistisch ist die Option Grün-Rot-Rot – so müsste sie ja eigentlich nach dem Stand der Umfragen heißen – nämlich nicht. Bremen ist nun einmal ein ganz spezielles Pflaster. Hier tickt eine Mehrheit der Bürger, das zeigen Untersuchungen, tendenziell links. Doch auf den Bund lässt sich dieser Befund nicht übertragen. Auch das Verhalten der Grünen-Spitze spricht Bände.

Natürlich ist eine zusätzliche Macht­option erst einmal positiv, weil man mit ihr spielen kann. Doch die strategische Ausrichtung der Grünen blinkt nicht nach links – sondern zur Mitte. So macht es auch Sinn, dass die Grünen-Spitze mit Robert Habeck und Annalena Baerbock beim Thema Rot-Rot-Grün erst einmal abgetaucht ist. Sie überlassen Katrin Göring-Eckardt den Klartext: Bremen ist kein Fingerzeig für den Bund.

Vergessen wird auch die inhaltliche Komponente. Auf Bundesebene kämen Außenpolitik und Verteidigungspolitik ins Spiel. Und da treten die Differenzen zwischen Grünen und Linken deutlich zutage. Allein in der Frage, wie man es mit einem gewissen Wladimir Putin halten soll.

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Leserkommentare
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
onkelhenry am 19.10.2019 17:00
Hallo @Suzi ....

Was Sie da immer so verstehen ;-)

Das erklärt auch, warum Sie so oft falsch liegen!

Ja zu ...
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