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Gastbeitrag über Kinderbetreuung
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Verantwortung nach innen und außen

Carsten Schlepper 22.05.2019 0 Kommentare

An einem Strang ziehen: Politik, Verwaltung und Träger müssen eine gute Kindertagesbetreuung sicherstellen, schreibt unser Gastautor.
An einem Strang ziehen: Politik, Verwaltung und Träger müssen eine gute Kindertagesbetreuung sicherstellen, schreibt unser Gastautor. (Fredrik von Erichsen/dpa)

Das Feld der frühen Bildung und die Kindertagesbetreuung sind zu einer bedeutsamen gesellschaftlichen Aufgabe geworden. Die Träger in der Kindertagesbetreuung haben deshalb den Ausbau von Plätzen in Bremen in den letzten zehn Jahren gefordert und gefördert.

Es geht darum, allen Kindern den Zugang und die Teilhabe an Angeboten zur frühen Bildung zu ermöglichen. Kindertagesbetreuung will Eltern in der familiären Erziehung unterstützen. Sie trägt dazu bei, dass ungleiche Lebenslagen ausgeglichen werden und ein wenig mehr Bildungsgerechtigkeit hergestellt wird. Zudem wird durch Angebote der Kindertagesbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert.

In den zurückliegenden Jahren sind enorme Anstrengungen unternommen worden, um zusätzliche Krippen- und Kindergartenplätze einzurichten. Auch die Betreuungszeiten in Krippe und Kindergarten sind in dieser Zeit stetig verlängert worden. Die meisten Kinder werden täglich sechs bis acht Stunden in der Kita betreut. Für dieses umfängliche Angebot braucht es viele qualifizierte Fachkräfte.

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Aber zurzeit haben die Träger große Probleme, genügend Fachkräfte an Bord zu haben, um das umfängliche Angebot verantwortlich umzusetzen.

Nach innen richtet sich unsere Verantwortung an die Kinder und ihre Familien. Für sie müssen wir dieses Angebot mit hoher Qualität sicherstellen. Zudem tragen wir Träger auch Verantwortung für die Mitarbeitenden in den Kitas, die den hohen Anforderungen fachlich und im Rahmen eines flexiblen Betreuungssystems gerecht werden wollen und sollen.

Nach außen sind die Träger gegenüber der Gemeinschaft und der öffentlichen Jugendhilfe in der Pflicht. Bremen setzt auf das Angebot der Trägervielfalt in der Stadt und wird ohne die freien Träger den Rechtsanspruch nicht erfüllen können. Wir müssen unbedingt vermeiden, dass Gruppen geschlossen werden, weil dafür das Personal fehlt.

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Deshalb sitzen Politik, öffentliche Verwaltung und Träger in einem Boot und müssen gemeinsam konstruktiv und kreativ nach Lösungen suchen. Nur mit einem Mix aus verschiedenen Modellen für eine vergütete Ausbildung werden wir zukünftig qualifiziertes Personal gewinnen können. Dafür müssen jetzt die Kräfte in Bremen gebündelt und die finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Die Kinder und Eltern in dieser Stadt müssen sich darauf verlassen können, dass die Verantwortlichen gemeinsam den Weg aus der Sackgasse finden – und dass sie dafür an einem Strang ziehen.

Zur Person

Unser Gastautor leitet seit 2008 den Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder der Bremischen Evangelischen Kirche. Er sitzt zudem der zugehörigen Bundesvereinigung vor.


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Leserkommentare
suziwolf am 22.10.2019 13:29
@Wesersteel ...

Rettungsdienste nur noch per/im Panzer ?

Oder Vorhandene mit Rammschutz ausrüsten ?
Bremen-Fan am 22.10.2019 13:25
Was ist "mangelnde soziale Kompetenzen"? Oder wollte @daa2011 einfach ein Schlagwort benutzen, um Bremer Eltern schlecht zu reden, die ihre Kinder in ...
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