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Kommentar: Klausurtagungen von CDU und SPD
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Wege aus der Schwindsucht

Hans-Ulrich Brandt 05.11.2018 0 Kommentare

Die einen machen mobil, die anderen haken sich unter – so lautet, knapp zusammengefasst, das Ergebnis der jeweiligen Nabelschau bei CDU und SPD. Hier die eilige Suche nach einer neuen Parteiführung, dort einfallslose Symbolik. Bei beiden Parteien folgt nach der grassierenden Schwindsucht notgedrungen der Versuch einer wirksamen Therapie.

Leichter hat es dabei noch die CDU. Während die SPD sich quasi neu erfinden muss, ohne dabei schon wieder ihren Vorsitz zu demontieren, muss sich die CDU lediglich eine neue Parteichefin suchen, beziehungsweise einen Parteichef. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang für eine demokratische Partei, nicht so in der CDU. Angela Merkel, die nun loslässt von ihrem Amt, führt die Partei seit über 18 Jahren. Helmut Kohl war sogar 25 Jahre CDU-Chef.

Die SPD rückt in ihrer wachsenden Verzweiflung um die erst vor einem halben Jahr ins Amt gekommene Parteichefin Andrea Nahles zusammen.
Die SPD rückt in ihrer wachsenden Verzweiflung um die erst vor einem halben Jahr ins Amt gekommene Parteichefin Andrea Nahles zusammen. (Kay Nietfeld/dpa)

Kein Wunder, dass vielen Christdemokraten das plötzliche Personal-Mikado wie eine Revolution vorkommt. Mit einer neuen Spitze hin zu wieder besseren Zeiten, so der Plan. Dabei soll es transparent und demokratisch zugehen. Der oder die neue Vorsitzende soll nicht im Vorfeld des Bundesparteitags Anfang Dezember in Hamburg ausgekungelt werden, alle zwölf Bewerber sollen auf acht Regionalkonferenzen die Möglichkeit haben, für sich zu werben. Der CDU wird diese Qual der Wahl nach den zunehmend bleiernen Merkel-Zeiten gut tun, keine Frage – egal, ob sich nun eine Annegret Kramp-Karrenbauer oder ein Friedrich Merz durchsetzen wird.

Und die SPD? Rückt in ihrer wachsenden Verzweiflung um die erst vor einem halben Jahr ins Amt gekommene Parteichefin Andrea Nahles zusammen. Gleichzeitig wirkt die Partei ratlos, flüchtet sich in Aufbruchdebatten, bleibt aber viel zu vage. Sicherlich, es wäre unfair, Nahles schon jetzt zu unterstellen, auch sie sei die falsche Vorsitzende. Klar aber ist auch: Sie mag eine gute Strategin und eine Kämpferin sein, die Herzen der Sozialdemokraten hat sie noch nicht erreicht. Die Uhr tickt.


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Leserkommentare
kretzschmar am 23.10.2019 15:04
So sieht das aus, 9 Millionen arbeiten im niedrig Lohn Bereich, (Mindestlohn) das sind die zukünftigen Renten Aufstocker. Was eigentlich eine ...
holger_sell am 23.10.2019 14:58
Dann schreiben Sie doch einfach mal nichts.
Jede Entscheidung gegen die Pläne des PM erhöht die Chance auf eine neue Volksabstimmung. Mit dem ...
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