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Mehrweg-Anteil bei Getränken sinkt weiter

18.09.2019 1 Kommentar

Der Anteil der Einwegflaschen liegt immer noch bei rund 52 Prozent, kritisiert das Umweltbundesamt.
Der Anteil der Einwegflaschen liegt immer noch bei rund 52 Prozent, kritisiert das Umweltbundesamt. (Sebastian Kahnert/zb/dpa)

Der Anteil von Mehrwegflaschen bei Getränken geht weiter zurück. Mit nur noch 42,2 Prozent hat er im Jahr 2017 einen neuen Tiefstand erreicht, wie das Umweltbundesamt (UBA) am Mittwoch mitteilte - unklar blieb auf Nachfrage zunächst, ob sich dies nur auf pfandpflichtige Getränke bezog. „Alle Supermärkte und Verkaufsstellen von Getränken sollten möglichst viele Getränke in Mehrwegflaschen anbieten und so dazu beitragen, weniger Abfälle zu erzeugen“, forderte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Mehr als die Hälfte der Getränke-Verpackungen sind demnach Einweg-Plastikflaschen, ihr Anteil lag laut UBA bei 52 Prozent. Dosen kamen auf rund 4 Prozent, Getränkekartons und -beutel auf etwa 1,5 Prozent. Einweg-Glasflaschen hatten einen Anteil von deutlich unter einem Prozent. „Kurze Transportwege und Mehrwegverpackungen sind wichtig, um Umweltbelastungen und Abfälle zu vermeiden“, sagte Krautzberger. „Dafür brauchen wir gut funktionierende Mehrwegsysteme.“

Den Appellen und Vorgaben zum Trotz sinkt der Mehrweg-Anteil von Jahr zu Jahr. 2010 lag er laut UBA noch bei 48 Prozent. „Da Getränkeverpackungen mehr als ein Viertel der deutschen Verpackungsabfälle ausmachen, würde ein höherer Mehrweganteil den Verpackungsabfall auch insgesamt deutlich reduzieren“, teilte die Umweltbehörde mit. Aus Umweltschutz-Sicht sei „Mehrweg der bessere Weg“: Glas-Mehrwegflaschen könnten 50 Mal und PET-Mehrwegflaschen 20 Mal befüllt werden. Mehrwegflaschen aus der Region schneiden demnach wegen der kurzen Transportwege am besten ab. (dpa)


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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