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Netto verkauft Zebrafleisch

Sebastian Krüger 06.12.2018 4 Kommentare

Ein Zebra beißt einen Artgenossen. Nettokunden können es ihm gleichtun.
Ein Zebra beißt einen Artgenossen. Nettokunden können es ihm gleichtun. (Frank Rumpenhorst dpa/lhe)

Seit Montag ist das Kühlregal des Lebensmitteldiscounters Netto um ein umstrittenes Produkt reicher: Zebrafleisch. Das berichtet der "Stern". 6,99 Euro kostet ein 300-Gramm-Steak der afrikanischen Einhufer. Das Angebot läuft noch bis zum Samstag. Ein Hinweistext auf der Packung empfiehlt, beim Verzehr auf mögliche Rückstände von Geschossteilen zu achten.

Hitzige Debatte

Im Netz hat die Aktion eine hitzige Debatte in Gang gesetzt. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus und reichen von Akzeptanz bis zu völliger Ablehnung. Für manche User ist Zebrafleisch nichts anderes als Fleisch von Rind oder Schwein und damit unbedenklich. Andere kritisieren den langen Weg, den das Fleisch vom afrikanischen Kontinent bis nach Deutschland zurücklegt, obwohl diverse Fleischsorten regional erhältlich sind.

Vielfach steht der Vorwurf im Raum, Netto biete das Fleisch einer Art an, die vom Aussterben bedroht sei. Ganz so schlimm ist es wohl nicht: Das angebotene Fleisch stammt vermutlich von Steppenzebras, teilt die Tierschutzorganisation Pro Wildlife mit. Im Gegensatz zu den beiden anderen Zebraarten, Bergzebras und Grevyzebras, gilt das Steppenzebra nicht als gefährdet.

Dennoch spricht sich die Organisation dagegen aus, Zebrafleisch zu konsumieren. "Die Bestände der Steppenzebras sind zwischen 2002 und 2016 um 24 Prozent zurückgegangen, die Art gilt deshalb auf der Roten Liste als potentiell gefährdet und steht bereits an der Grenze zur Gefährdung", heißt es weiter. Für Pro Wildlife ist der Verkauf von exotischem Wildfleisch an sich kritikwürdig: "Das Fleisch stammt in aller Regel von Tieren aus freier Natur, die meisten Wildtierbestände sind aufgrund von Wilderei und Lebensraumverlust bereits rückläufig. Der Trend zu exotischem Fleisch von Tieren aus weit entfernten Ländern ist sehr bedenklich“, sagt Daniela Freyer, Mitgründerin der Organisation.

+++ dieser Artikel wurde um 19:12 aktualisiert +++


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.
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