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Zielfahnder - Blutiger Tango - Sa. 26.10. - ARD: 20.15 Uhr „Zielfahnder - Blutiger Tango“
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Tango der Tristesse

Julian Weinberger 04.10.2019 0 Kommentare

Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und Lars Röwer (Hanno Koffler) ermitteln in einer Folge der
Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und Lars Röwer (Hanno Koffler) ermitteln in einer Folge der "Zielfahnder"-Reihe in Uruguay. (ARD Degeto/WDR/Wiedemann & Berg/Repro)

Ein Krimi der Sonderklasse, eine atmosphärische Reise in eine unbekannte Welt, erfrischend abweichend von den anderen Auslandskrimis der ARD: Als 2016 der Thriller „Zielfahnder: Flucht in die Karpaten“ sein TV-Debüt feierte, überschlugen sich die Kritiker förmlich. Die mehr als fünf Millionen Zuschauer bedeuteten ein hervorragendes Ergebnis für die Zusammenarbeit des zehnfach mit dem Grimmepreis geehrten Regisseurs Dominik Graf und des ebenfalls preisgekrönten Drehbuchautors Rolf Basedow. Drei Jahre später geht die LKA-Beamtin Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) erneut auf eine weite Reise. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Lars Röwer (Hanno Koffler) ist sie einem flüchtigen Ehepaar in Uruguay auf der Spur.

Es hätte alles so schön sein können für Uwe Tezloff („Tatort“-Kommissar Jörg Hartmann) und seine Frau Gisela (Heike Makatsch). Vor neun Jahren hatten sich die beiden bei der Entführung eines Industriellen zehn Millionen Euro Lösegeld ergaunert. Statt eines ausschweifenden Lotterlebens folgten für das Paar allerdings lange Jahre hinter Gittern. Endlich wieder auf freiem Fuß setzen sich Uwe und Gisela nach Montevideo ab, um es sich in der Anonymität der uruguayischen Hauptstadt endlich gutgehen zu lassen.

Bei ihrer Jagd nach den flüchtigen Tetzloffs suchen Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und ihr Kollege Lars Röwer (Hanno Koffler) nach der Nadel im Heuhaufen.
Bei ihrer Jagd nach den flüchtigen Tetzloffs suchen Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und ihr Kollege Lars Röwer (Hanno Koffler) nach der Nadel im Heuhaufen. (ARD Degeto/WDR/Wiedemann & Berg/Repro)

Was Bonnie und Clyde jedoch nicht ahnen: Landauer und Röwer sind ihnen auf den Fersen. Die Polizisten wollen nicht nur das seit der Entführung verschollene Geld einkassieren. Sie wollen auch den sogenannten dritten Mann enttarnen, der an der Entführung beteiligt war, aber nie belangt wurde. Ohne rechten Anhaltspunkt suchen die Beamten in der pulsierenden Großstadt nach der Nadel im Heuhaufen. Erst Giselas Leidenschaft für Tango bietet dem Ermittlerduo einen Ansatzpunkt, der sie in zahllose schummrige Tanzlokale führt. Landauer und Röwer sind jedoch nicht die Einzigen, die hinter dem Gangsterpärchen her sind. Als Gisela entführt wird, spitzt sich die Situation zu, und auch in den Reihen der Polizei wird ein falsches Spiel gespielt.

Montevideo als eigentlicher Hauptdarsteller

Lieber zweimal umdrehen: Gisela Tezloff (Heike Makatsch) fühlt sich beobachtet.
Lieber zweimal umdrehen: Gisela Tezloff (Heike Makatsch) fühlt sich beobachtet. (ARD Degeto/WDR/Wiedemann & Berg/Repro)

Wie schon im ersten „Zielfahnder“-Film spielt der Schauplatz der Handlung eine entscheidende Rolle. Regisseur Stephan Lacant, der neu mit an Bord ist, lässt die Zuschauer im ersten Drittel des Krimis tief in die düstere und verruchte Seite Montevideos eintauchen. Während Landauer in einer finsteren Ecke eines Tangoclubs von einer schönen Unbekannten umgarnt wird, wickelt Heike Makatsch als Femme fatale Röwer um den Finger und nimmt ihn zum Schäferstündchen mit ins Hotel. Bei all den schönen Bildern, die fast ausschließlich im Dunkeln in Szene gesetzt sind, gerät der Krimiplot zunehmend in den Hintergrund.

Rolf Basedow zaubert in seinem Drehbuch keine überraschenden Wendungen aus dem Ärmel. Stattdessen resultiert „Zielfahnder - Blutiger Tango“ in einen recht dröge erzählten Krimi noir. Vor allem die Kommissare bleiben in ihren Rollen blass und kaum zu einer Regung fähig - was insbesondere im Falle der sonst hervorragenden Ulrike C. Tscharre verwundert. Wie es hätte gehen können, demonstriert dagegen Heike Makatsch. Die 48-Jährige nutzt ihre leider sehr knapp bemessene Screentime zu einer tollen Darbietung. Welche Kräfte sie im Streit mit Ehemann Uwe entfesselt, wie sie ihn provoziert und wie sich gleichzeitig ihr Frust über ihre gegenwärtige Lage entlädt - das ist große Schauspielkunst.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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