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Worauf es beim Kauf von Bluetooth-Boxen ankommt

Pauline Sickmann und Olga Gala 24.04.2019 0 Kommentare

Auch am Bremer Osterdeich sind die Bluetooth-Boxen zu finden.
Auch am Bremer Osterdeich sind die Bluetooth-Boxen zu finden. (Anne Werner)

Frühlingswetter am Osterdeich: Die Leute machen Picknick, essen Eis und hören Musik. Dazu haben viele eine Bluetooth-Box dabei. Das Smartphone dient als Abspielgerät und sendet Musik an den Lautsprecher. Die Auswahl der Boxen ist riesig. Doch welches Gerät ist das richtige?

Grundsätzlich lassen sich Bluetooth-Lautsprecher und Smart-Speaker unterscheiden. „Die Grenze verläuft zurzeit noch fließend“, sagt Michael Knott vom IT-Portal Netzwelt.de. „Smart-Speaker binden sich meist ins heimische Wlan ein und bieten integrierte digitale Assistenten wie Alexa, Siri oder den Google Assistant.“ Außerdem laufen sie in der Regel über Strom, während Bluetooth-Boxen Akkus haben. Auch vom Design seien Smart Speaker auf die stationäre Nutzung ausgelegt. Technisch seien die Geräte jedoch nicht so weit voneinander entfernt, sagt Knott.

Kopplung zum Stereo-Paar

Die günstigeren, reinen Bluetooth-Boxen kommen vor allem unterwegs zum Einsatz. Welche Box passend ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Preis und Klangqualität hängen jedenfalls nur bedingt zusammen. „Eine richtig teure Box muss nicht unbedingt die sein, die am besten klingt“, sagt Wolfgang Pauler, Testchef bei der Fachzeitschrift Chip. Allerdings bekomme man für 20 Euro oder weniger „ganz sicher keine Box mit gutem Klang“.

Wer gerne unterwegs Musik hören möchte, ist mit einer kleinen, leichten Box gut bedient. „Dann muss ich in der Regel Abstriche bei der Klangqualität machen, denn mit wenig Volumen kann ich keinen vollen Klang mit echten Bässen erzeugen“, sagt Pauler. „Natürlich gibt es auch hier Unterschiede zwischen den Brüllwürfeln, die man an der Kasse im Elektrodiscounter billig bekommt, und den Boxen, die trotz kleiner Abmessung durch technische Maßnahmen noch einen recht guten Klang erzeugen.“

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Bestimmte Lautsprecher lassen sich zum Stereo-Paar koppeln. „Das kommt der Klangqualität meist deutlich zugute“, so Knott. Manche Versprechen der Hersteller seien aber zu hoch gegriffen – etwa, dass kleinste Lautsprecher dank „virtuellem Surround“ oder Ähnlichem die Stereo-Anlage ­ersetzen könnten. „Physikalische Gesetzmäßigkeiten können auch 360-Grad-Speaker nicht überlisten.“ Eine kleine Box werde nie entsprechenden Klang produzieren. Hier gilt: „Am besten vor dem Kauf Probe hören oder ­notfalls vom Rückgaberecht Gebrauch machen.“

Die Smart-Speaker kosten zwar mehr, versprechen aber meist auch besseren Klang. Für viele Menschen ersetzen sie bereits die Stereo-Anlage – zumal Musik heute häufig gestreamt wird. Auch Michael Schmidt, Inhaber des Bremer Geschäfts Hifi-City, hat festgestellt: „Das Medium der Quelle hat sich verändert, es ist nicht mehr die CD, die gehört wird.“ Er rät, sich beim Kauf eines Lautsprechers zunächst über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden: Wo soll das Gerät stehen? Soll es mit auf Reisen gehen? „Mit jedem höheren Anspruch des Tons wächst das Gehäuse mit und der Preis“, sagt Schmidt.

Gute Akkulaufzeit ist wichtig

Für Strand und Park seien Bluetooth-Boxen geeignet. Für den Gebrauch zu Hause empfiehlt Schmidt seinen Kunden, je nach Raum, Smart Speaker oder Netzwerkplayer. Letztere können an eine Stereoanlage gekoppelt werden – statt wie früher eine CD einzulegen, wird gestreamt. Wer am Strand oder Pool Musik hören möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät vor Spritzwasser und Staub geschützt ist. „Dies ist meist an einer IP-Kennzeichnung zu erkennen“, sagt Pauler. Die erste Ziffer hinter den Buchstaben IP gibt den Grad des Schutzes vor eindringenden Festkörpern an, die zweite den Grad des Wasserschutzes. Je höher die Zahl, desto besser der Schutz. Für den mobilen Einsatz ist zudem eine gute Akkulaufzeit wichtig.

„Mehr als die Hälfte der von uns getesteten Bluetooth-Speaker läuft mindestens zehn Stunden im Akkubetrieb bei gehobener Zimmerlautstärke. Es gibt keinen Grund, sich mit weniger zu begnügen“, sagt Pauler. Boxen mit Mikrofon können als Freisprechanlage genutzt werden. Allerdings funktioniert das nicht immer problemlos: „Hier sollte man aufpassen. Schlecht gemachte Bluetooth-Boxen mit Freisprecher bieten eine schlechte Echokompensation oder schneiden den Sprecher häufig ab, um Echos zu vermeiden“, sagt Pauler.

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Praktisch sind Radio-Funktion oder die Option, Musik von mehreren Quellen aus abzuspielen. Manche Boxen verfügen über einen großen Akku, der das Smartphone aufladen kann. Möchte man von einer SD-Karte, einem USB-Stick oder über einen Klinkenstecker Musik abspielen, sollte der Lautsprecher solche Anschlüsse bieten. Für die Musikqualität ist auch der Übertragungsstandard wichtig. Bestimmte Algorithmen, sogenannte Codecs, kümmern sich um die Komprimierung der Signale. „Während bei dem Codec SBC die Musik stark komprimiert wird, sorgen AAC oder aptX für eine bessere Audioübertragung“, sagt Sven Hansen vom Magazin c‘t. Wer auf hochauflösendere Klangwiedergabe Wert legt, sollte zu einer Bluetooth-Box greifen, die solche Codecs unterstützt.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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