Wetter: wolkig, 7 bis 15 °C
Sechs Prozent mehr Gehalt
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Bsirske kündigt harte Haltung bei Tarifstreit mit Ländern an

21.01.2019 0 Kommentare

Frank Bsirske
Frank Bsirske, verdi-Vorsitzender, informiert über Forderungen der Gewerkschaften für die Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder 2019. Foto: Britta Pedersen (Britta Pedersen / dpa)

Zum Start der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Bundesländer hat Verdi-Chef Frank Bsirske eine harte Haltung der Gewerkschaften angekündigt.

Der Verhandlungsführer der Länder, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), machte hingegen deutlich, dass die Länder sparen müssten.

Streik der Erzieherinnen
Eltern, Autofahrer, Kita-Kinder und Schüler dürften demnächst wieder von Warnstreiks betroffen sein. Foto: Ralf Hirschberger (Ralf Hirschberger / dpa)

Bsirske sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Wir müssen Anschluss halten an die Entwicklung in der Privatwirtschaft und in den Branchen insgesamt, wo wir im letzten Jahr im Schnitt Tariflohnerhöhungen über drei Prozent gesehen haben.“ Es gehe darum, den Abstand zur Tariflohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft zu verkleinern. Die Konkurrenz um qualifizierten Berufsnachwuchs und qualifizierte Fachkräfte sei groß.

Kollatz sagte dem „Handelsblatt“ hingegen: „Den Bezahlwettlauf mit dem Privatsektor werden wir nicht gewinnen können.“ Die Länder müssten „mit qualitativen Merkmalen“ überzeugen. So sei der öffentliche Dienst besser bei Teilzeitarbeit, bei Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bei Homeoffice-Angeboten. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen seien die Verteilungsspielräume begrenzt. Berlin etwa sitze auf 58 Milliarden Euro Schulden, bei den Ländern insgesamt seien es 572 Milliarden Euro. Und ab 2020 gelte die Schuldenbremse in den Ländern. „Das müssen wir berücksichtigen.“

Die Verhandlungen der Gewerkschaft Verdi und des Beamtenbunds dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beginnen um 11.30 Uhr in Berlin. Die Gewerkschaften fordern 6 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Von den Verhandlungen sind rund 3,3 Millionen Menschen betroffen: Verhandelt wird für 1 Million Tarifbeschäftigte der Länder ohne Hessen, das gesonderte Verhandlungen führt, außerdem soll der Abschluss auf rund 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger übertragen werden.

Erfahrungsgemäß bekommen viele Bürger die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst durch Ausstände zu spüren. Vor dem jüngsten Abschluss vor zwei Jahren hatten Warnstreiks unter anderem das Schulleben in weiten Teilen Deutschlands massiv gestört. Zudem blieben Kitas und Straßenmeistereien geschlossen. (dpa)


job4u - Das Ausbildungsportal
job4u - Das Ausbildungsportal

job4u ist die regionale Plattform, wenn es um Lehren und Lernen geht. Neben dem WESER-KURIER, der Handelskammer und der Handwerkskammer Bremen machen sich hiesige Firmen für junge Leute stark. 

Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 15 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
peteris am 22.10.2019 12:18
Kommentar über den Brexit-Verlauf
Poker trifft auf Prinzipien

Alles hat ein Ende, nur die Brexit-Wurst hat zwei.
FloM am 22.10.2019 12:14
Wenn die Verbraucher und die Industrie kein Billigfleisch mehr kaufen oder verwenden.
Anzeige