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Deutsche Bahn will Wachstumsprogramm schnell umsetzen

22.09.2019 1 Kommentar

Bahn
Die Deutsche Bahn steht nach eigenen Angaben vor dem größten Wachstumsprogramm der deutschen Eisenbahngeschichte. (Arne Dedert / dpa)

Nach den Beschlüssen des Klimakabinetts will die Deutsche Bahn den Ausbau und die Digitalisierung des Schiennetzes vorantreiben. Engpässe an Knotenbahnhöfen sollen beseitigt, neue Schienen verlegt werden, kündigte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla an.

„Der Deutschlandtakt kommt nun in greifbare Nähe“, sagte er am Sonntag. Dabei sollen besser abgestimmte Umsteige-Verbindungen die Züge pünktlicher und Reisezeiten kürzer machen. Der Zeitplan dafür ist aber noch offen; vor einem Jahr war ein Modellfahrplan für das Jahr 2030 präsentiert worden.

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Das Klimakabinett der Bundesregierung hatte am Freitag beschlossen, mehr Geld in die Bahn zu stecken, Steuern für Fahrkarten zu senken und Genehmigungsverfahren für Bauprojekte zu beschleunigen. Die Bahn kündigte an, dass Fahrkarten im Fernverkehr zehn Prozent billiger werden, sobald die Steuersenkung in Kraft tritt.

Das betrifft nach Bahnangaben auch die Fahrkarte Bahncard 100, mit der momentan 53.000 Kunden unbeschränkt fahren. Die übrigen Bahncards gelten als Rabattkarten. Ob auch sie günstiger werden, hänge von der genauen gesetzlichen Regelung ab, hieß es bei der Bahn.

"Deutschland braucht eine starke Schiene"

Aus Sicht der Bahn steht die Eisenbahn in Deutschland vor dem größten Investitions- und Wachstumsprogramm in ihrer rund 180-jährigen Geschichte. „Wir haben immer gesagt: Deutschland braucht eine starke Schiene“, sagte Vorstandschef Richard Lutz. „Seit Freitag können wir sagen: Deutschland bekommt eine starke Schiene.“ Die Bahn hatte unter anderem angekündigt, 30 zusätzliche Hochgeschwindigkeitszüge zu kaufen.

Unabhängig von den Klimabeschlüssen fließen in den nächsten zehn Jahren 86 Milliarden Euro in das Schienennetz, davon 24 Milliarden Euro aus Mitteln der Bahn. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Die Beschlüsse vom Freitag brächten der Eisenbahn bis 2030 noch einmal 20 Milliarden Euro zusätzlich, sagt Lutz. Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sagte: „Der Rückenwind bekommt schon fast Sturmstärke.“

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So will der Staat nach den Beschlüssen dem Staatskonzern zusätzliches Eigenkapital von jährlich einer Milliarde Euro gewähren. Das Geld fließt in die Modernisierung des Netzes, sagte Lutz. Er sei zuversichtlich, dass die EU-Kommission diese Beihilfe genehmige. Lutz und Pofalla hoben auch hervor, dass Genehmigungsverfahren für den Bahnbau verkürzt werden sollen und die Güterbahn gestärkt werden soll. Auch angestrebte Senkungen der Ökostrom-Umlage nutzen demnach der Bahn, ebenso geplante höhere Bundeszuschüsse für den Nahverkehr.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hingegen sprach von halbherzigen Beschlüssen, vor allem weil das Kabinett bei Fragen der Finanzierung vage bleiben. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen, in dem die privaten Güterbahnen organisiert sind, äußerte sich enttäuscht. Der geplante CO2-Preis sei nicht hoch genug, um mehr Verkehr vom Lastwagen auf den Zug zu verlagern. (dpa)


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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