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Deutsche Industrie fordert mehr Geld für Raumfahrt

21.05.2019 0 Kommentare

Luft-und Raumfahrttechnik
Ingenieure arbeiten am Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) an einem Forschungssatelliten (Archiv). Foto: Carmen Jaspersen (Carmen Jaspersen / dpa)

Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung aufgefordert, deutlich mehr Geld für die Raumfahrt auszugeben.

Raumfahrt sei für die Industrie im digitalen Zeitalter von zentraler Bedeutung und Schlüssel für Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren, heißt es in einem am Dienstag vorgelegten Grundsatzpapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Die Stärke Deutschlands als eine der führenden Industrienationen weltweit spiegele sich aber nicht in den Raumfahrtausgaben wider. Deutschland liege im internationalen Vergleich lediglich auf Rang neun.

Raumfahrt sei ein „Motor für Innovationen“. Angesichts der steigenden Bedeutung der Raumfahrt für die moderne digitale Wirtschaft sei es dringend erforderlich, das nationale Raumfahrtbudget in Deutschland deutlich aufzustocken, heißt es in dem Papier. Im Jahr 2018 lag demnach das deutsche Nationale Programm für Weltraum und Innovation bei 285 Millionen Euro. Im Vergleich dazu verfüge beispielsweise Frankreich im selben Zeitraum über ein Budget von 726 Millionen Euro.

Dieses Ungleichgewicht bestehe auch im außereuropäischen Vergleich. „Ein selbstbewusstes Raumfahrtprogramm ist der Nährboden einer selbstbewussten Teilhabe der deutschen Raumfahrt am wachsenden Weltmarkt, auf dem Deutschland nicht nur mit dem Trend geht, sondern an der Spitze die Standards setzt.“

50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung spricht sich der BDI dafür aus, dass Deutschland bei der Rückkehr zum Mond eine „zentrale Rolle“ spielen solle. Der Mond habe langfristig auch das Potenzial, als Zwischenstation für eine Mission zum Mars zu dienen. Bereits heute verfüge Deutschland als federführender Hersteller eines wichtigen technischen Moduls für die nächsten bemannten Raumfahrzeuge der USA über eine weltweit einmalige Kernkompetenz. „Darauf sollte Deutschland aufbauen und als zentraler Partner der USA agieren.“

Die USA unter Präsident Donald Trump hatten kürzlich angekündigt, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder US-Astronauten auf dem Mond landen sollen. Als erster Mensch hatte der US-Astronaut Neil Armstrong am 21. Juli 1969 seinen Fuß auf die Mondoberfläche gesetzt. Der bislang letzte Mensch auf dem Mond war im Dezember 1972 der US-Amerikaner Gene Cernan.

Neben einer Rückkehr zum Mond sieht der Industrieverband BDI als Zukunftsthema auch den Weltraumbergbau. Bis es zum Abbau von Rohstoffen auf Asteroiden oder Planeten komme, werde noch einige Zeit vergehen, heißt es im Papier. „Doch aufgrund rasanter technologischer Innovationen rückt die Förderung von Rohstoffen im Weltraum in den Bereich des Möglichen.“ Erst vor kurzem hatten die USA und Luxemburg eine enge Zusammenarbeit bei der kommerziellen Nutzung des Weltraums. Luxemburg ist das einzige EU-Land, das den Weltraum-Bergbau bereits gesetzlich geregelt hat. (dpa)


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Leserkommentare
peteris am 23.10.2019 12:13
Kommentar schreiben?

Was soll man über dieses Affentheater noch schreiben?
suziwolf am 23.10.2019 12:00
@lterwaller ...

Die ,autofreie Innenstadt‘ ist nur mit
zusätzlichen Brücken über die Weser zu haben.

Wird sich ...
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