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Vergleich der Billig-Girokonten
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Es geht auch kostenlos beim Girokonto

Florian Schwiegershausen 10.04.2018 0 Kommentare

Die Aufstelllung der Girokonten im Vergleich
Die Aufstelllung der Girokonten im Vergleich (Grafik: WESER-KURIER)

Nach dem Ärger über die Art und Weise, wie die Sparkasse Bremen die Erhöhung ihrer Kontogebühren mitgeteilt hatte, haben viele Leser darum gebeten, nach dem Vergleich der Inklusivkonten vom vergangenen Donnerstag auch einen Vergleich der Billigkonten abzudrucken. Hier ist er – sortiert nach den Basis-Kontogebühren pro Monat.

Doch Verbraucher sollten hierbei nicht nur nach den reinen Kontogebühren schauen, sondern auch darauf achten, was bei den Girokonten zusätzlich kostet, und welche Zusatzleistungen es gibt. Traditionell waren es bisher die Direktbanken, die ein kostenloses Konto ohne besondere Bedingungen anboten. Das ist bei der ING Diba auch weiterhin so. Bei ihr ist außerdem, wie bei der DKB, die Kreditkarte gratis.

Während bei der DKB-Kreditkarte das Geldabheben an Visa-Automaten allerdings weltweit umsonst ist, gilt dies bei der ING-Diba-Karte nur an den entsprechenden Automaten in Euro-Ländern. Eine kleine Änderung hatte die DKB im vergangenen November eingeführt: Wenn die Kunden keinen monatlichen Mindestgeldeingang von 700 Euro haben, kommt beim Zahlen und Geldziehen außerhalb der Eurozone ein Aufschlag von 1,75 Prozent hinzu. (In der Grafik ist das bei der DKB-Fußnote leider nicht ganz richtig angegeben.)

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Nicht jede der Banken ist ohne Filialen

Unter den Geldinstituten mit Gratis-Konten sind auch einige Filialbanken. Doch sie knüpfen die Gratis-Option ebenfalls an einen bestimmten monatlichen Geldeingang. Bei der Commerzbank ist es ein symbolischer Cent, bei der Targo Bank sind es mindestens 600 Euro monatlich und bei der Oldenburgischen Landesbank mindestens 1000 Euro. Und bei der Commerzbank ist ab Mai beim Online-Banking im Vorteilskonto nicht mehr alles gratis. Wer seine Online-Überweisung weiterhin per mobiler TAN bestätigen will (der Kunde erhält per SMS eine Nummer, mit der er den Auftrag bestätigen muss), zahlt dafür ab Mai neun Cent pro SMS.

Weiterhin kostenlos ist aber das Verfahren per Foto-TAN, das bereits einige Banken im Angebot haben. Dabei wird auf dem Monitor ein zweidimensionaler Code angezeigt. Der Kunde hat auf seinem Smartphone eine entsprechende App, mit der er den Code abscannt. Die App zeigt ihm daraufhin eine Zahl an, mit der er den Auftrag bestätigt. Auch bei der PSD Bank ist das Girodirekt-Online-Konto bei mindestens 1000 Euro monatlichem Geldeingang kostenlos. Sonst kostet es 4,90 Euro pro Monat. Allerdings gibt es nur eine Filiale in der Bremer Innenstadt und eine in Vegesack.

Alte Bank muss die Daten bei einem Wechsel herausgeben

Gerade der letzte Punkt zeigt, dass der Kunde ein Smartphone haben muss und im besten Falle mindestens ein Tablet. Und er muss die Technik auch beherrschen können. Annabel Oelmann, Vorstand der Bremer Verbraucherzentrale, sagt: „Grundsätzlich reicht für viele Kunden ein Online-Konto vollkommen aus – aber eben nicht für jeden.“ Der Kontenvergleich zeigt außerdem, dass bei manchen Sparkassen und Volksbanken die monatliche Gebühr niedrig ausfällt, dass aber oft für jede Überweisung oder jede einzelne Buchung eine Gebühr zwischen zehn und 50 Cent hinzukommt.

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Die Verbraucherzentrale weist erneut daraufhin: Wenn der Kunde bei einer anderen Bank ein neues Konto eröffnet hat, dann fordert diese für den Kontenwechsel von der alten Bank alle Daten von Daueraufträgen und wiederkehrenden Lastschriften an. Die alte Bank muss innerhalb einer Woche reagieren und die notwendigen Informationen dem neuen Geldinstitut mitteilen.

Sparkasse Bremen hatte ihre Konten umgestellt

Wer jetzt wegen der Kontenumstellung bei der Sparkasse Bremen zu einer anderen Bank wechseln möchte, hat zwei Möglichkeiten: Zum einen kann er rechtzeitig sein altes Girokonto kündigen. Alternativ kann der Kunde der Anpassung der Entgelte widersprechen. Dann müsste das Konto zu den bisherigen Konditionen fortgeführt werden. Wer widerspricht, läuft Gefahr, dass das Geldinstitut das Konto kündigt. Dabei haben Banken aber eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Monaten zu beachten.

Was den Brief angeht, mit dem die Sparkasse ihre Kunden über die Gebührenerhöhung informiert, sagt Annabel Oelmann: „Bei uns beschweren sich weiterhin täglich Verbraucherinnen und Verbraucher über das Schreiben.“ Der Sparkassen-Vorstand Thomas Fürst hatte am Wochenende angekündigt, dass die Kunden deshalb im Laufe des Jahres mit einem neuen Schreiben nochmals detailliert informiert werden. Von Fürst heißt es aktuell: „Viele unserer Kunden suchen bereits den Kontakt zu ihren Beratern, sei es persönlich vor Ort in der Filiale, per E-Mail oder am Telefon. In den meisten Fällen konnten Missverständnisse schnell ausgeräumt werden.“

Verbraucherzentralen-Vorstand Oelmann meint, dass das nicht reiche: „Wir befürchten, dass sich bei weitem nicht alle betroffenen Verbraucher an die Sparkasse wenden. Insbesondere sind viele verunsichert, weil Sie das Schreiben nach Erhalt direkt weggeworfen haben und jetzt gar nicht wissen, was genau los ist.“  Laut Fürst benötigt die Sparkasse Zeit, um nun eine verbesserte Kundenkommunikation aufsetzen zu können: „Diese Zeit wollen wir uns nehmen.“ Die ist aber laut Oelmann nicht vorhanden: „Die Änderungen der Kreditkarte sollen zum 1. Juli in Kraft treten. Wir verstehen, dass sich die Sparkasse Zeit nehmen möchte, allerdings wäre eine schnelle und transparente Information der Kunden sehr wichtig. Aus unserer Sicht sollte auch das Bedauern der Sparkasse ins Schreiben einfließen.“

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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...
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