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Produktion bricht Rekord
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Mineralwasser auf der Erfolgswelle

Christoph Zeiher und Lisa Boekhoff 17.08.2017 0 Kommentare

Vilsa in Bruchhausen-Vilsen
Blick in die Abfüllstation von Vilsa. Im vergangenen Jahr produzierten die Bruchhausen-Vilser Getränke im Umfang von 475 Millionen Liter. (FR)

Still und regional: So mögen die Deutschen ihr Mineralwasser. Und sie wollen immer mehr davon. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden hierzulande im vergangenen Jahr etwa 13,8 Milliarden Liter Mineralwasser produziert – ein neuer Rekord.

Besonders beliebt sind Medium- und stille Mineralwasser. Zusammen machten sie 2016 erstmals mehr als die Hälfte der Produktion aus. Vor allem ein „explosiver September“ bescherte den Brunnen das Ergebnis, teilte das Münchener Getränke-Fachmagazin „Inside“ mit. Der Absatz legte damals um 20 Prozent zu.

Vilsa auf Platz zwölf

Mit einem Umsatz von 138,5 Millionen Euro in 2016 liegt Vilsa auf Platz zwölf der Mineralbrunnen in Deutschland. Das Unternehmen aus Bruchhausen-Vilsen setzte dabei insgesamt Getränke im Umfang von 475 Millionen Liter ab und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Zu Vilsa gehören die Marken Deit, H2Obst, Bad Pyrmonter, Mineau, Auenwald, Lesmona und Herzog Wigbert.

Auch für dieses Jahr erwartet der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) Zuwächse. „Mineralwasser liegt in den langfristigen Trends nach Gesundheit, Natürlichkeit und Wellness“, sagt Arno Dopychai, Vorstandsvorsitzender des VDM.

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Aus den knapp 200 deutschen Mineralbrunnen stammen nach Angaben des Verbandes mehr als 500 meist regionale Mineralwasser und 35 Heilwasser. Das meiste davon fließe in den heimischen Markt, nur gut drei Prozent des Wassers werde exportiert. Beim Branchenverband betont man die Qualität des heimischen Mineralwassers. Es sei aufgrund der Herkunft besonders gut gegen Verunreinigungen geschützt, sagt Dopychai. Bei Leitungswasser hingegen seien Aufbereitungsverfahren, insbesondere Desinfektion und chemische Zusatzstoffe, zugelassen.

International bestimmen die Konzerne Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsico den Getränkemarkt. In Deutschland macht der Import von Mineralwasser laut VDM nur knapp zehn Prozent des Marktes aus. Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider zählte in einem Interview mit dem „Manager Magazin“ die Wassersparte jüngst zu einem der Topwachstumsbereiche seines Konzerns. Der deutsche Markt spiele eine „herausgehobene, aber auch herausfordernde Rolle“, heißt es bei Nestlé.

Nestlé mit größtem Marktanteil

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern verkauft hierzulande unter anderem die Marken Perrier, San Pellegrino und Vittel. Nestlé macht gemeinsam mit Danone, das in Frankreich die Quellwässer Evian und Volvic abfüllt, den Löwenanteil der Mineralwasser-Importe in Deutschland aus. Der US-Konzern Coca-Cola sieht in Deutschland ebenfalls großes Wachstumspotenzial und geht dabei andere Wege als die Konkurrenz. Seine Mineralwasser-Marken Vio und Apollinaris lässt der Getränkeriese vor Ort in Deutschland abfüllen.

Eine ganz andere und preiswertere Alternative zum Mineralwasser empfehlen hingegen Verbraucherschützer: Leitungswasser. „100-mal preiswerter als gekauftes Mineralwasser und genauso empfehlenswert“, schreibt die Verbraucherzentrale. Das Trinkwasser sei in Deutschland flächendeckend „von exzellenter Qualität“.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...
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