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Zuversicht im Handelskonflikt stützt deutschen Aktienmarkt

10.10.2019 0 Kommentare

Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa (Fredrik von Erichsen / dpa)

Der MDax, der die mittelgroßen deutschen Werte umfasst, legte um 0,09 Prozent auf 25.319,29 Punkte zu. Die chinesische Delegation wurde bei den Verhandlungen in Washington von Vizepremier Liu He angeführt, die US-Seite vom Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin. US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, sich mit Vizepremier Liu He am Freitag im Weißen Haus zu treffen. Diese Nachricht verlieh dem Aktienmarkt am Nachmittag noch einmal etwas Schwung.

Das Risiko bestehe natürlich weiterhin, dass die jüngste Annäherung zwischen China und den USA auf tönernen Füßen stehe, sagte Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Der weitere Fahrplan ist auch schon festgezurrt: Sollte in den Gesprächen kein Durchbruch erzielt werden, sollen schon am Dienstag bestehende Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von rund 250 Milliarden US-Dollar von 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden.

Unter den Aktien waren Gerresheimer und Südzucker am Donnerstag erste Vorboten der bald Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Bei Gerresheimer war von einem durchwachsenen Quartalsergebnis die Rede und so fiel den Anlegern die Orientierung lange schwer. Nach einer Berg- und Talfahrt schlossen die Papiere rund 2 Prozent tiefer.

Noch stärker standen die Aktien von Südzucker im Nebenwerte-Index SDax mit einem Kursrutsch von mehr als 11 Prozent unter Druck. Ernüchterung kam laut Händlern nach eigentlich guten Vorgaben der Bioethanol-Tochter Cropenergies auf, die am Vortag von einem Gewinnsprung berichtet hatte. Investoren hätten auf ein besseres Gesamtergebnis für den Zuckerkonzern gesetzt. Tatsächlich aber verhagelte der Verfall der Zuckerpreise das Geschäft.

Im Dax waren RWE am Indexende mit einem Minus von fast 2 Prozent der größte Verlierer. Versorgeraktien schwächelten europaweit, bei RWE kam aber der Fall unter die als kurzfristiger Trendindikator angesehene 21-Tage-Durchschnittslinie hinzu. Außerdem stellte Unternehmenschef Rolf Martin Schmitz in einem Interview Belastungen durch den Erhalt des Hambacher Forsts in Aussicht.

Neues Lob hatten die Experten von Goldman Sachs für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) übrig, die um gut 2,6 Prozent stiegen. Analyst George Galliers sieht in dem Autokonzern einen werdenden Marktführer bei Elektroautos.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,92 Prozent bei 3493,96 Punkten. Für den Pariser Cac 40 ging es sogar noch deutlicher nach oben, während der Londoner FTSE 100 nur moderat vorrückte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende fast 1 Prozent höher.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,57 Prozent am Vortag auf minus 0,53 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,20 Prozent auf 145,86 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,68 Prozent auf 172,80 Zähler ein.

Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1030 (Mittwoch: 1,0981) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9066 (0,9106) Euro. (dpa)


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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