Küstenschutzbauwerke Die Deichgrafen kommen: Beginn der Herbst-Deichschauen

Vor dem Beginn der Sturmsaison jeden Herbst werden die Deiche an der Westküste Schleswig-Holsteins inspiziert. Dabei wird bei den sogenannten Deichschauen kontrolliert, ob die Küstenschutzbauwerke den kommenden Stürmen trotzen können.
26.09.2022, 05:48
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

In Schleswig-Holstein beginnen die jährlichen Herbst-Deichschauen an der Westküste. Am Montagvormittag sollten die ersten Kontrollen bei Südwesthörn und Bongsiel in der Nähe von Niebüll beginnen, teilte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) mit. Dabei bewerten die Deichgrafen gemeinsam mit den Behörden der Katastrophenabwehr und den Wasser- und Bodenverbänden die Sicherheit der Deiche vor Ort. Sie kontrollieren, ob die Deiche an der Nordsee den Herbst- und Winterstürmen trotzen können. Die Deichschauen werden bis Ende November abgeschlossen sein.

Die Kontrolle ist gesetzlich festgelegt. Im Frühjahr gibt es sie an allen Küsten Schleswig-Holsteins, an der Nordseeküste und der Elbe zusätzlich im Herbst. Im Frühjahr wird die Überprüfung durchgeführt, damit Schäden beseitigt werden können, die von Herbst- und Winterstürmen verursacht wurden.

In Schleswig-Holstein gibt es nach Angaben des Kieler Umweltministeriums 433 Kilometer Landesschutzdeiche. Zusammen sichern sie mehr als 95 Prozent der insgesamt fast 3950 Quadratkilometer überflutungsgefährdeten Küstenniederungen. Etwa ein Viertel der Landesfläche Schleswig-Holsteins ist nach Ministeriumsangaben potenziell durch Sturmfluten gefährdet. Mehr als 330 000 Menschen leben in überflutungsgefährdeten Landesteilen. Betroffen sind zudem Sachwerte im Wert von rund 60 Milliarden Euro.

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