Kurioses Die Zahl Zwei: mathematisch, gesellig, rückwärts

Die „2“: Symbol für Gegensätze, aber auch für romantische Liebe. Für manche ist sie Glückszahl, für andere nur eine beliebige von zehn Ziffern. Sie ist allgegenwärtig.
02.02.2022, 09:48
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Berlin (dpa) - Zweisamkeit, Zwietracht, Zwillinge - an der Zahl „2“ kommt keiner vorbei. Schon gar nicht im Februar 2022 mit seinen Schnapszahl-Tagen. Wissenswertes um die Zahl des Monats.

Mathematisch

Zwei ist die kleinste der Primzahlen, kann also nur durch eins und sich selbst geteilt werden. Außer ihr gibt es keine andere gerade Primzahl. Sie ist zudem die einzige, auf die direkt eine weitere (die drei) folgt.

Anschaulich

Die heute gebräuchliche Darstellung der Ziffer „2“ hat sich wohl aus entsprechenden Zeichen aus dem indisch-arabischen Raum entwickelt. Andere Zahlsysteme bilden die Ziffer mit zwei parallelen Strichen ab - sei es horizontal wie im Chinesischen oder senkrecht wie im Alten Rom.

Gesellig

Anfang des 16. Jahrhunderts beschreibt der Universalgelehrte Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim die Zwei als „Zahl der christlichen Liebe und gegenseitigen Zuneigung, der Heiraten und des geselligen Lebens“. Die genannten Begründungen sind heute noch nachvollziehbar: „Wehe dem, der allein ist; wenn er fällt, so ist kein anderer da, der ihm aufhelfe“, heißt es in seiner Schrift „De occulta philosophia“. Und besonders anschaulich: „Wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden?“

Verliebt

Zwei, die sich lieben. Zwei, die als Paar durchs Leben gehen wollen. Wenn diese Zweisamkeit vor einem Standesbeamten offiziell zur Ehe wird, ist das ein denkwürdiger Tag. Gut, wenn das Datum auch nach Jahrzehnten noch in Erinnerung bleibt. Also: Ein Tag mit möglichst wenig verschiedenen Ziffern. Im Jahr 2022 bietet sich der Februar an, der zweite Monat des Jahres. Und wenn es dann noch mit der Trauung am 2. oder am 22. klappt - dann wird der Hochzeitstag garantiert nicht vergessen.

Ursprünglich

Das Zweistromland um die Flüsse Euphrat und Tigris gilt als Wiege der westlichen Zivilisation. Bereits vor mehr als 6000 Jahren wurden hier Städte gegründet, Tempel gebaut und Schriften entwickelt. Grundlegende Techniken wie Rad und Metallverarbeitung sollen von Mesopotamien aus - also dem Gebiet der heutigen Länder Irak, Syrien und Türkei - ihren Weg nach Europa gefunden haben.

Mythisch

In den Schöpfungserzählungen vieler Völker finden sich zwei, die als Menschen oder Götter am Anfang aller Dinge stehen. Ob nun Adam und Eva aus der jüdisch-christlichen Bibel, das japanische Götterpaar Izanagi und Izanami oder Mutter Erde und Vater Himmel, wie amerikanische Ureinwohner oder neuseeländische Maori sie verstehen - es braucht eben oft zwei, um die Sache voranzubringen.

Zwieträchtig

Nicht immer ziehen zwei an einem Strang. Streit und Hader unter Brüdern - in Literatur und Mythologie ist dieses Motiv weit verbreitet. Neid und Missgunst lassen im Alten Testament der Bibel Kain seinen Bruder Abel töten. Auch die mythischen Gründerväter der Stadt Rom fanden keinen gemeinsamen Weg: Remus wird von seinem Zwillingsbruder Romulus erschlagen.

Rückwärts

„22.02.2022“ - das liest sich von vorn wie von hinten genau gleich. Kenner sprechen von einem kalendarischen Palindrom. Wenn man das in Europa übliche Format „TT.MM.JJJJ“ zugrunde legt, gibt es im 21. Jahrhundert insgesamt 29 dieser Palindromtage - der letzte war am 12.02.2021, also vor knapp einem Jahr. Auf den nächsten muss man länger warten: Erst am 03.02.2030 ist es wieder so weit.

© dpa-infocom, dpa:220202-99-941730/4

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