Terminator, Mad Max und Heidi

Diese Filme sind an Feiertagen verboten

An Feiertagen könnte man seine freie Zeit für einen Kinobesuch nutzen. Einige Filme sind an manchen Tagen jedoch verboten. Welche Vorstellungen tabu sind, verraten wir in dieser Fotostrecke.
08.04.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Sebastian Behrens

Was haben der Terminator, Freddy Krueger und das Alpenmädchen Heidi gemeinsam? Richtig: Sie sind an Tagen wie Karfreitag oder Totensonntag von der Kinoleinwand verbannt.

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat seit 1952 eine Liste mit über 700 Filmtiteln aufgestellt, die an sogenannten stillen Feiertagen nicht im Kino gezeigt werden dürfen, weil sie möglicherweise das "religiöse und sittliche Empfinden" verletzen. Auf dieser Liste befinden sich gewalttätige Action- und Horrorfilme und anstößige Erotikstreifen. Aber warum landete ausgerechnet der Trickfilmklassiker „Heidi in den Bergen“ auf dem Index?

Zum Hintergrund:

Die Regelung von stillen Feiertagen ist Ländersache. In Bremen betrifft dies den Karfreitag von 6 bis 21 Uhr sowie den Volkstrauertag und Totensonntag von jeweils 6 bis 17 Uhr.

Es wird diskutiert, inwiefern die Feiertagsregelung noch zeitgemäß ist. Denn die Gesellschaft verändert sich. Da es heutzutage wesentlich mehr Zugangsmöglichkeiten zu filmischen Inhalten gibt und darüber hinaus die Antragsstellung vereinfacht wurde, werden mittlerweile wesentlich weniger Filme verboten. Vor über 50 Jahren wurde jährlich mehr als die Hälfte aller Filme gesperrt. In den vergangenen 15 Jahren war es nur noch ein Prozent.

Die FSK verbietet mit der Indizierung übrigens nur, dass ein Film an stillen Feiertagen öffentlich, also im Kino gezeigt wird. Im Fernsehen oder über einen Streamingdienst dürfen die Filme trotzdem laufen. Wir dürfen uns also weiterhin auf gemütliche Filmmarathons mit Bud Spencer und Terence Hill freuen.

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