Umwelt Ehrung von Jane Goodall nach Protest verlegt

Hamburg. Die Stadt Hamburg hat die Ernennung der Umweltaktivistin Jane Goodall zur internationalen Botschafterin der "Umwelthauptstadt 2011" aus dem Unilever-Haus ins Rathaus verlegt.
31.08.2011, 14:41
Lesedauer: 1 Min
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Hamburg. Die Stadt Hamburg hat die Ernennung der Umweltaktivistin Jane Goodall zur internationalen Botschafterin der "Umwelthauptstadt 2011" aus dem Unilever-Haus ins Rathaus verlegt.

Ursprünglich sollte die 77-jährige britische Affenforscherin an diesem Samstag im Foyer des Konsumgüter-Produzenten Unilever in der Hafencity geehrt werden. Dies hatten verschiedene Umweltschutzorganisationen scharf kritisiert. Der Konzern verbrauche als Hersteller von Produkten wie Rama, Sanella und Knorr pro Jahr 1,3 Millionen Tonnen Palmöl und sei damit für die Zerstörung von Regenwald in Indonesien mitverantwortlich.

Ein Sprecher der Umweltbehörde sagte am Mittwoch, niemand wolle der berühmten Schimpansen- und Gorillaforscherin Goodall zumuten, in eine Debatte hineinzugeraten, die in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit ihrem Besuch in der Hansestadt stehe. Schließlich sei sie in der Stadt, um Botschafterin der Umwelthauptstadt Europas 2011 zu werden und über ihre weltweiten Naturschutzaktivitäten und ihr neues Buch zu berichten. Der Sprecher betonte, Goodall habe aber bereits wissen lassen, "dass sie - wie stets - den offenen und kritischen Dialog mit Wirtschaft und Politik selbstverständlich auch hier fortführen wird".

Unilever erklärte auf Anfrage, dass die Entscheidung zur Verlegung gemeinsam mit der Stadt getroffen worden sei. Ansonsten äußerte sich der Konzern praktisch wortgleich wie der Sprecher der Umweltbehörde.

Das mehrfach prämierte Unilever-Haus im Hafen war nach Angaben der Umweltbehörde ursprünglich ausgesucht worden, weil es ein ökologisch vorbildliches Gebäude sei. Unilever sei Partner der Umwelthauptstadt Hamburg. (dpa)

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