Staatsanwaltschaft spricht von Krampfanfall

Epileptischer Anfall führte zu tödlichem SUV-Unfall in Berlin

Ursache für den tödlichen Unfall Anfang September in der Berliner Invalidenstraße war "tatsächlich ein epileptischer Anfall" des SUV-Fahrers. Das berichtet Radio Berlin-Brandenburg (rbb).
16.10.2019, 14:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Rabba
Epileptischer Anfall führte zu tödlichem SUV-Unfall in Berlin

Blumen an der Stelle in Berlin-Mitte, an der bei dem Unfall mit einem SUV Anfang September vier Menschen gestorben sind.

Paul Zinken / dpa

Der Unfall in der Berliner Invalidenstaße am 6. September, bei dem ein SUV mit 104 Stundenkilometern in eine Menschengruppe gerast war und vier Menschen getötet worden sind, ist nachweislich auf einen epileptischen Anfall des 42-jährigen Fahrers zurückzuführen. Das berichtet Radio Berlin Brandenburg (rbb).

Der Sender beruft sich auf exklusive Informationen aus Ermittlerkreisen. Der Anfall habe zu einem Krampf und dazu geführt, dass der Mann das Gaspedal durchdrückte.

Die Staatsanwaltschaft ermittle nun, ob der Fahrer sein gesundheitliches Versagen hätte vorhersehen können und ihm damit fahrlässige Tötung vorgeworden werden könne, so rbb. In einem Tweet spricht die Staatsanwaltschaft davon, der Unfall solle auf einen "Krampfanfall zurückzuführen sein.

Der Fahrer des SUV, einem Porscha Macan, war am 6. September auf der Gegenfahrbahn an wartenden Autos vorbeigefahren und dann von der Straße abgekommen. Der SUV rammte eine Ampel, überfuhr vier Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun.

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Hinweise darauf, dass ein gesundheitliches Problem Ursache des tödlichen Unfalls gewesen sein könnte, gab es bereits. So hatte die Beifahrerin des 42-Jährigen darauf hingewiesen, dass der Fahrer einen epileptischen Anfall gehabt habe. Auch der Anwalt des Unfallfahrers sprach in einer Stellungnahme von einem medizinischen Notfall als Unfallursache. Der Fahrer selbst schwieg bisher zu dem Vorfall und gab auch seine Patientenakte nicht frei. Die Polizei durchsuchte deshalb bereits seine Wohnung und stellte Beweismittel sicher.

++ Dieser Artikel wurde um 16.13 Uhr aktualisiert ++

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