Auftakt der Raumfahrtwochen

Erster Deutscher bald auf dem Mond?

Das erste Raumschiff der Apollo-Nachfolgemission Artemis ist fast fertig. Europäer haben einen großen Anteil am Bau der „Orion“. Auch der erste Deutsche könnte damit auf den Erdtrabanten fliegen.
04.10.2019, 12:58
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Erster Deutscher bald auf dem Mond?

US-Astronaut Edwin "Buzz" Aldrin steht am 20. Juli 1969 auf der Mondoberfläche - künftig könnte dort auch ein Deutscher stehen.

picture alliance/Neil Armstrong/NASA/dpa

55 Jahre nach der ersten Mondlandung von Menschen soll 2024 ein Raumschiff die erste Amerikanerin auf die Mondoberfläche bringen. Am Bau des Raumschiffs Orion für die Apollo-Nachfolgemission Artemis ist Europa maßgeblich beteiligt, wie der Leiter des Airbus-Raumfahrtstandorts Bremen, Oliver Juckenhöfel, am Freitag in Peenemünde auf Usedom sagte. Auch der erste Deutsche habe eine realistische Chance, mit einem Orion-Raumschiff auf dem Mond zu landen.

Im Historisch-Technischen Museum in der einstigen Peenemünder Heeresversuchsanstalt eröffnete ein Forum die „Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung“, die bis zum 10.November laufen. Der zum Auftakt erwartete Chefhistoriker der Nasa, William Barry, konnte wegen einer Erkrankung nicht teilnehmen. Barry war am Morgen ins Kreiskrankenhaus Wolgast gebracht worden, wie Organisator Uwe Schmaling mitteilte.

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Die Artemis-Mission könnte im nächsten Jahr starten. „Das eigentliche Raumschiff bauen die Europäer, die Amerikaner bauen die Kapsel“, sagte Juckenhöfel. In Europa wird demnach das Service-Modul gefertigt, mit den Raketentriebwerken, der Energieversorgung und der Versorgung der Astronauten mit Atemgasen und Wasser. „Ohne das Service-Modul würde Herr Trump 2024 überhaupt niemanden auf dem Mond sehen“, sagte Juckenhöfel. Europa sei damit perfekt an einer Schlüsselstelle positioniert. Alle Komponenten für das erste Orion-Raumschiff seien fertig. Es soll frühestens Ende 2020 oder im ersten Quartal 2021 starten. Erstmals werde ein Raumschiff 60 000 Meilen hinter den Mond fliegen, sagte der Chef des Bremer Airbus-Raumfahrtstandortes. Auf der Rückseite des Mondes soll in zwei Kilometer tiefen Kratern bei 26 Grad Kelvin (-247,15 Grad Celsius) tiefgefrorenes Wasser zu finden sein.

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