Islam

Fasten und feiern: Für Muslime beginnt Samstag der Ramadan

Es ist ein großes Fest des Glaubens und der Begegnung mit Verwandten und Freunden: Für die über 300.000 Muslime in Niedersachsen und Bremen beginnt an diesem Samstag der Fastenmonat Ramadan.
27.05.2017, 09:56
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Fasten und feiern: Für Muslime beginnt Samstag der Ramadan

Auf Knien, zur Kaaba in Mekka gerichtet, beten die Muslime in Fatih-Moschee in Gröpelingen. Auch für sie beginnt am Samstag der Fastenmonat Ramadan.

Christina Kuhaupt

Es ist ein großes Fest des Glaubens und der Begegnung mit Verwandten und Freunden: Für die über 300.000 Muslime in Niedersachsen und Bremen beginnt an diesem Samstag der Fastenmonat Ramadan.

Im Ramadan, der bis zum 24. Juni dauert, dürfen Muslime von Anbruch der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang nicht essen und trinken, aber auch Rauchen und Sex sind verboten. Das Gebot gilt nicht für Kranke, hart körperlich arbeitende Menschen, Schwangere oder Kinder. In dem für gläubige Muslime heiligen Monat soll auch die "Solidarität mit dem Schwachen und Armen in der Welt" in den Fokus rücken. Abends organisieren Gemeinden gemeinsame Gebete und laden zum feierlichen Fastenbrechen - Iftar - ein, an dem zunehmend auch prominentere Vertreter aus Politik, Gesellschaft oder Kirchen teilnehmen.

Für Muslime hat das Fest etwa den gleichen Stellenwert wie Ostern oder Weihnachten für Christen.

Mit Flüchtlingen und Zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern ist die Zahl der Muslime auch in Niedersachsen und Bremen gestiegen. Die Zahl der Muslime in Niedersachsen wird auf rund 300.000 geschätzt, es gibt etwa 200 Moscheen und Gebetsstätten. Da die Moscheegemeinden ihre Mitglieder nicht registrieren, gibt es keine exakten Daten. Organisiert sind die Gemeinden im Landesverband der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) sowie dem Landesverband der Muslime (Schura). Nicht alle Gemeinden aber gehören einem der Verbände an und nicht jeder Mensch muslimischen Glaubens ist fest in einer Gemeinde verankert. (dpa)

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