App-Test der Woche

Funk - das Jugendangebot von ARD und ZDF

Die neue App von ARD und ZDF namens "Funk" richtet sich an junge Menschen. Sie soll informieren, orientieren und unterhalten. Was kann das Jugendangebot und was nicht? Unser App-Test der Woche.
01.12.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Funk - das Jugendangebot von ARD und ZDF
Von Milan Jaeger

Die neue App von ARD und ZDF namens "Funk" richtet sich an junge Menschen. Sie soll informieren, orientieren und unterhalten. Was kann das Jugendangebot und was nicht? Unser App-Test der Woche.

„Funk“ will keine Website im herkömmlichen Sinne und schon gar keine reine Mediathek sein. Schließlich werden die Filme, die es hier zu sehen gibt, im Fernsehen gar nicht gezeigt. Vielmehr versteht sich „Funk“ als „Content-Netzwerk“ für junge und frische Online-Formate. Natürlich ist „Funk“ deshalb auch auf den sozialen Plattformen sehr präsent. Das Angebot richtet sich an 14- 29-Jährige.

Die „Funk“-App wiederum enthält eigene Inhalte, die im reduzierten Rahmen präsentiert werden. Das Angebot reicht von Info- bis Entertainment. Im Angebot sind zum Beispiel neue Serien wie „Fargo“, „The Aliens“, „Hoff the Record“ und „Banana“. Darüber hinaus bekommt der Nutzer jeden Tag kurze, multimediale Geschichten, in denen Moderatoren im Stil von Youtubern ihre Inhalte präsentieren.

Beiträge im Youtube-Format

Tatsächlich wirkt es so, als hätten sich ARD und ZDF gesagt: „Was Youtuber können, können wir auch.“ Zwar ist „Funk“ ein Angebot der Sendeanstalten. Die Beiträge kommen aber wie Youtube-Formate daher – und natürlich sind die Beiträge auch auf Youtube zu finden. Das „Funk“-Angebot lasse sich nicht nach klassischen Genres sortieren, heißt es auf der Internetseite der ARD. Vielmehr solle das Angebot drei Nutzerbedürfnissen entsprechen: Informieren, orientieren und unterhalten.

Also präsentiert die Chemikerin Mai zum Beispiel Erklärungen zu Fluoriden in der Zahnpasta oder zu der Frage, warum Astronauten nicht rülpsen sollten. Kurze, bilderreiche Beiträge erzählen, was es mit den „Darwin Awards“ auf sich hat und was Schwarze Löcher mit Nudeln zu tun haben.

Nutzer bestimmen selbst, was sie interessiert

Speziell ist die „Keep & Kick-Funktion“. Mit der kann der Nutzer selbst bestimmen, was ihn interessiert und was nicht. Er kann einen Beitrag per Wischbewegung zu seiner Sammlung hinzufügen oder ablehnen. Entsprechend bekommt er künftig die neuen Beiträge aus der jeweiligen Reihe nicht mehr oder verstärkt angezeigt. Überhaupt bewegt sich der Nutzer hauptsächlich wischend durch die App: Die Beiträge sind so gebaut, dass man Seite um Seite umblättern und dafür mit dem Finger über den Bildschirm wischen muss.

Allerdings ist das Angebot der „Funk“-App letztlich doch etwas zweidimensional geraten. Die eigens für die App produzierten Beiträge, bestehen hauptsächlich aus kurzen Textpassagen, Bildern und Animationen. Auf Dauer ein bisschen wenig.

Unsere Bewertung:

Optik: 5 von 5 Punkten

Bedienung: 4 von 5 Punkten

Alltagsnutzen: 3 von 5 Punkten

Die App "Funk" können Sie direkt im App-Store oder Google Play Store herunterladen.

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