Gesundheitsschutz Gesundheitsministerin: Corona-Kurs nach Faktenlage

Abteilung Vorsicht oder eher Öffnung? Die neue Kieler Gesundheitsministerin hält von einer solchen Zuordnung nichts. Von der Decken setzt auf Fakten, die Wissenschaft - und auch auf die Vernunft der Menschen.
24.07.2022, 10:01
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Im Corona-Management will sich Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken strikt an der Faktenlage orientieren. „Davon hängt alles ab“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Von der Wissenschaft würden Daten und darauf basierende fundierte Einschätzungen benötigt. „Wir müssen wissen, ob das Virus mutiert, ob Mutationen gefährlicher oder ungefährlicher sind, welche Impfstoffe wann zur Verfügung stehen.“

Davon hänge es ab, wie die Landesregierung reagiert, sagte von der Decken, die als Juristin dem Corona-Expertenrat der früheren Regierung angehört hatte. Einiges sei anders als zu Beginn der Pandemie, erläuterte die Ministerin. „Ein großer Teil der Bevölkerung ist immunisiert und wir wissen, wie wir mit der Pandemie umzugehen haben.“ Anfangs sei ein tödliches Virus plötzlich gekommen und auf eine ungeschützte Bevölkerung getroffen. „Diese Zeit ist Gott sei Dank vorbei - wir können uns schützen und dabei ist Impfen das A und O.“ Die Impfung schütze zwar nicht komplett vor einer Erkrankung, aber doch vor schweren Verläufen.

Wichtig sei es auch, Rücksicht aufeinander zu nehmen. „Jeder kann dazu beitragen, dass sich das Virus nicht noch weiter ausbreitet“, sagte von der Decken. Welche Einzelmaßnahmen im Herbst und Winter ergriffen werden, sei jetzt noch nicht zu sagen.

Im Hinblick auf das zu ändernde Infektionsschutzgesetz betonte von der Decken, sie erwarte vom Bund einen klaren rechtlichen Rahmen. „Die Länder können nur das tun, was der Bund im Gesetz als zulässige Maßnahmen vorsieht.“ Das solle nicht heißen, dass man alle ergreifen muss. „Aber wir brauchen einen Werkzeugkasten, aus dem wir uns in bestimmten Situationen bedienen können.“ Eine Maskenpflicht in ausgewählten Bereichen wäre eine Möglichkeit - „sollte der Bund sie vorsehen und die Lage sie erfordern“, sagte die Ministerin.

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