Krankheiten Gesundheitsministerium: FSME-Gefahr im Norden gering

In Gestrüpp und Unterholz sind Zecken oft zu finden. Durch einen Stich der Tiere kann man ernsthaft erkranken. Das Risiko im Norden ist zwar deutlich geringer als in anderen Bundesländern. Dennoch empfiehlt das Gesundheitsministerium Schutzmaßnahmen.
21.05.2022, 08:44
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Die Outdoor-Saison beginnt und damit steigt auch das Risiko eines Zeckenstiches. In Schleswig-Holstein ist die Gefahr, an der meist von Zecken übertragenen Hirnentzündung FSME zu erkranken, aber gering. Auf der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebenen Karte seien kein Kreis und keine Stadt als Risikogebiet verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Kiel mitteilte. Vereinzelt könne es aber zu Fällen der Frühsommer-Meningoenzephalitis kommen.

Im vergangenen Jahr gab es keine Meldung von FSME in Schleswig-Holstein, 2016 bis 2020 waren es pro Jahr jeweils ein bis zwei Fälle. Deutschlandweit schwankt die Zahl von FSME-Erkrankungen von Jahr zu Jahr erheblich. 2021 gab es laut RKI-Daten mindestens 390. Zur Anzahl der ebenfalls von Zecken übertragenen Krankheit Borreliose lagen im Norden keine Daten vor. Es sei aber von einer Infektionsgefährdung in allen Teilen Deutschlands auszugehen.

Ein Großteil der FSME-Erkrankungen findet in den Monaten Mai bis Oktober statt. FSME beginnt mit Beschwerden wie Kopfschmerzen und Fieber. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es nach einer Zeit ohne Symptome zu einer zweiten Phase mit Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen. Die Krankheit kann tödlich verlaufen.

Um sich zu schützen, empfiehlt das Gesundheitsministerium etwa vor einer Reise in ein Risikogebiet eine Impfung gegen FSME. Darüber hinaus wird empfohlen, bei Wanderungen in der Natur möglichst viel Körperoberfläche mit Kleidung zu bedecken und sich danach abzusuchen. Bereits festgesaugte Zecke sollte mit einer Pinzette komplett – und ohne sie zu quetschen – erfasst und gerade herausgezogen werden.

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