Patricia Brandt über Flüchtlingsproteste

Gutes Recht

Es ist das Recht der Flüchtlinge zu protestieren. Was sollen sie auch anderes tun, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen? Viele der Geflüchteten sind mit der Absicht nach Deutschland gekommen, ihre Familien aus den Krisengebieten nachzuholen.
03.12.2015, 00:00
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Gutes Recht
Von Patricia Brandt

Es ist das Recht der Flüchtlinge zu protestieren. Was sollen sie auch anderes tun, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen? Viele der Geflüchteten sind mit der Absicht nach Deutschland gekommen, ihre Familien aus den Krisengebieten nachzuholen.

Und müssen jetzt feststellen, sie können das vielleicht bald nicht mehr. Die Verzweiflung darüber darf man ihnen nicht verdenken.

Das ist der eine Punkt. Über die Unterbringung in der Kaserne zu murren, ist hingegen nicht nachvollziehbar. Das DRK müht sich nach Kräften, den Geflüchteten zu helfen, muss aber fast zwangsläufig scheitern. Es gab keine Vorbereitungszeit. Und es sind dort inzwischen so viele Menschen, dass sie in der Kantine im Schichtbetrieb essen müssen.

Das DRK ist selbst auf Hilfe angewiesen. Es muss klar sein, wie lange die Unterkunft überhaupt bestehen soll. Dann könnte das DRK qualifiziertes Personal fest einstellen. Und natürlich muss dafür Sorge getragen werden, dass die Flüchtlinge einen Asylantrag stellen können. Wenn die Menschen weiterhin im Ungewissen verharren, wird sich die Lage in der Notunterkunft zuspitzen.

patricia.brandt@weser-kurier.de

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