Kommentar zu den Personalausgaben

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Matthias Lüdecke zu Personalausga ben Das arme Bremen gibt so viel Geld für Personal aus wie kein anderes Bundesland – das klingt wie ein Skandal. Aber ist es das? Richtig ist: Das Personal ist ein so großer Posten im Haushalt, dass man dort ständig nach Einsparmöglichkeiten suchen muss.
14.01.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Matthias Lüdecke

Das arme Bremen gibt so viel Geld für Personal aus wie kein anderes Bundesland – das klingt wie ein Skandal. Aber ist es das? Richtig ist: Das Personal ist ein so großer Posten im Haushalt, dass man dort ständig nach Einsparmöglichkeiten suchen muss.

Das ist man dem Steuerzahler schuldig. Und der Weg zu einem ausgeglichenen Haushalt wird sonst nicht zu schaffen sein. Denn Beschäftigte kosten nicht einmalig, sondern in jedem Jahr aufs Neue. Deshalb bedeutet jede eingesparte Stelle auch eine dauerhafte Entlastung für den Haushalt.

Vielleicht sind die Grenzen dieser Sparmöglichkeiten für Bremen enger gesteckt und es muss tatsächlich mehr ausgeben als andere – zumal in einem Stadtstaat. Umso genauer muss man hinschauen – auch wenn es unbequem ist. Und die Handelskammer hat Recht: Es gibt durchaus den einen oder anderen Bereich, in dem Strukturen gestrafft werden können.

Selbstverständlich ist das politisch schwer durchsetzbar – besonders in einem Wahljahr. Doch Einsparungen sind unvermeidlich, zumal die anderen Länder besonders genau auf Bremen schauen. Bremen hat hier eine Chance: Eine große Gruppe der öffentlich Beschäftigten ist älter als 56 Jahre alt. Wenn sie in Ruhestand geht, muss man die Gelegenheit nutzen, um zumindest den Teil des Personals einzusparen, den man nicht haben muss.

matthias.luedecke@weser-kurier.de

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